Wem die 1.914 Pferde des Rimac Nevera noch nicht gereicht haben, bekommt mit der R-Version einen kleinen Nachschlag. Auch optisch setzt sich die schärfere Variante von der Basis ab. Aber eine Sache funktioniert beim Rimac gut.
Wem die 1.914 PS des Rimac Nevera noch nicht gereicht haben, bekommt mit der R-Version einen kleinen Nachschlag.
(Bild: Rimac)
Falls jemanden die 1.914 PS des Rimac Nevera nicht reichen. Wie wäre es mit dem Nevera R? Der überschreitet die 2.000-PS-Grenze und landet nach sorgfältiger Abstimmung bei ganzen 1.571 kW/2.136 PS. Nüchterne Zeitgenossen könnten finden, das mache keinen Unterschied. Aber das stimmt so nicht. Denn während das „Basis“-Modell knapp zehn Sekunden benötigt, um von null auf 300 km/h zu beschleunigen, nennt der Hersteller für den R 8,66 Sekunden für diese Disziplin. Außerdem liegt die Höchstgeschwindigkeit bei 412 km/h. Damit konkurriert das Elektromodell mit dem 16-zylindrigen Bugatti Tourbillon, der preislich auf ähnlicher Flughöhe unterwegs und ebenfalls ein Konzerngewächs ist.
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Doch bloß schnell geradeaus konnte der Nevera auch vorher schon. Der bisher als Hyper-GT bezeichnete kroatische Über-Sportwagen soll mit dem R zum Racer werden. Besticht das Grundmodell noch durch eine gewisse GT-Eleganz, wirkt der R radikaler. Der vergrößerte Diffusor, hier und da mehr Lufteinlässe und ein feststehender Spoiler zeigen, dass der Athlet auch quer können soll. Der Hersteller spricht von 15 Prozent mehr Abtrieb, allerdings auch von zehn Prozent mehr Effizienz – schön, wenn sich Kür und Pflicht verbinden lassen.
Optimale Ausstattung für den Fahrspaß
Und das richtige Rüstzeug für Kurvenspaß gibt es von Hause aus mit auf den Weg. Denn kein Nevera R verlässt die Produktionshalle ohne Michelin-Cup-2-Bereifung, ihres Zeichens Semislicks. Dazu gibt es die Entsprechende Anpassung in der Software, um das Allrad-Torquevectoring auf die Grip-Gegebenheiten der Pneus anzupassen.
Und weil der Nevera so derartig performant ist, hat das Ingenieurteam Nardo statt Nordschleife gewählt. Denn auf diesem Test-Oval in Süditalien geht es vor allem um hohe Geschwindigkeiten. Die Rundenzeit fällt hier jedenfalls noch einmal 3,8 Sekunden kürzer aus als beim Nevera-Grundmodell. Und damit die Bremsen bei einer solchen Beanspruchung nicht überhitzen, gibt es auch hier Verbesserungen. Keramikscheiben mit Silikonbeschichtung bürgen für eine hohe Haltbar- und Hitzebeständigkeit.
Rimac trommelt gerade dafür, Interessenten für die sportlichere Nevera-Ausgabe zu bekommen und macht eine Tour durch verschiedene Länder und Städte. Neben den USA und Zürich ist sicherlich auch Düsseldorf ein guter Präsentationsort, denn hier versteckt sich so mancher Hypercar-Sammler. Entsprechend gibt es auch für Journalisten die seltene Gelegenheit, einmal im schnellsten Elektroauto der Welt Platz zu nehmen.
Überraschenderweise gelingt das Ein- und Aussteigen besser als vermutet – und zwar ohne akrobatische Verrenkungen. Und wenn man erst einmal auf dem Sessel gelandet ist, folgt schon die zweite Überraschung: von wegen knüppelharter Sportsitz. Die Polsteroberflächen aus mikrofaserartigem Material schmeicheln dem Allerwertesten förmlich. Hiermit eine lange Tour starten? Aber sofort!
Limited Edition ab 2,3 Millionen Euro
Und damit das auch ohne Probleme gelingt, haben die Techniker 108 Kilowattstunden Energievorrat in den Nevera gepackt. Ein paar Lade-Gimmicks gibt es gleich mit dazu. Leuchtdioden zeigen dem Außenstehenden, dass der Nevera gerade Strom per „Druckbetankung“ eingeflößt bekommt – was freilich im übertragenen Sinne zu verstehen ist. Bis zu 500 Kilowatt Ladeleistung wird fahrzeugseitig dargestellt (null bis 80 Prozent Akkuladestand binnen 19 Minuten), da müssen die meisten Ladesäulen leider passen. Selbst Ionity erlaubt derzeit bloß bis zu 350 Kilowatt, die ersten aktiven Alpitronic-Säulen schaffen allerdings schon 400 Kilowatt. Allerdings dürfen Nevera-Kunden bei Ionity acht Jahre kostenlos laden.
Rimac-Interessenten dürfte dieses kleine Incentive eher kalt lassen, denn der Nevera kostet siebenstellig. Und die schärfere R-Ausführung startet gar zum Preis von 2,3 Millionen Euro. Autospotter, die einen Rimac, vor allem einen Nevera R, jemals an einer öffentlichen Ladesäule erblicken, müssen übrigens verdammt viel Glück haben. Denn gerade mal 40 Exemplare sollen aufgelegt werden.
Andererseits: Derzeit soll es durchaus schwierig sein, elektrisch angetriebene Hypersportler loszuschlagen, denn Kunden in diesem Preissegment unterstellt man, eher Verbrennerfans sein. Vielleicht ist die angepeilte Stückzahl also gar nicht so unrealistisch. Vielleicht muss es Rimac bloß schaffen, die Zielgruppe hinter das Steuer eines Nevera R zu locken, um 2.340 Newtonmeter Drehmoment erlebbar zu machen.
Stand: 08.12.2025
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