Facelift Dacia überarbeitet Sandero und Jogger

Von sp-x 3 min Lesedauer

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Mit Hybridtechnik, frischem Design und mehr Ausstattung erneuert Dacia den Kleinwagen Sandero und den Familien-Van Jogger.

Dacia hat den Sandero und desssen Variante Stepway geliftet.(Bild:  Dacia)
Dacia hat den Sandero und desssen Variante Stepway geliftet.
(Bild: Dacia)

Quizfrage zum Einstieg: Wie heißt Europas meistverkauftes Auto? VW Golf? Oder Passat? Von wegen, der Bestseller kommt von Dacia. Seit 2017 führt er die Privatkundenstatistik an, war 2024 sogar das meistverkaufte Auto über alle Kanäle hinweg. Mehr als 300.000 Stück liefen im vergangenen Jahr vom Band und in Deutschland ist mittlerweile fast jeder fünfte verkaufte Kleinwagen ein Sandero. Sein Erfolgsrezept: viel Auto zum kleinen Preis. Während Wettbewerber wie VW Polo, Opel Corsa oder Peugeot 208 längst die 20.000-Euro-Marke geknackt und stärkere Motoren im Angebot haben, zielt der Sandero mit seiner Basisversion samt 65-PS-Benziner vor allem auf preisbewusste Käufer.

Jetzt hat Dacia den Sandero, seinen höhergelegten, offroadigen Bruder Stepway sowie den auf der gleichen Basis aufbauenden Familien-Van Jogger überarbeitet. Von außen sind die Modelle des Jahrgangs 2026 an der geänderten Front mit den neuen Schweinwerfern sowie den Pixel-Leuchten am Heck zu erkennen. Stepway und Jogger bekommen zusätzlich ein paar unlackierte Schutzteile aus recyceltem Kunststoff, die den Outdoor-Charakter unterstreichen sollen.

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Innen fällt das Update ebenfalls deutlich aus. So sollen die gleichen Sitze wie im größeren Duster den Komfort steigern. Und dank 10,1-Zoll-Bildschirm mit vernetzter Navigation, digitalem Kombiinstrument und induktiver Smartphone-Ladefläche wirkt der Innenraum deutlich moderner. Neben den nun gesetzlich vorgeschriebenen Fahrassistenten wie dem Müdigkeits- beziehungsweise Ablenkungswarner bekommen die Modelle serienmäßig einen Notbremsassistenten mit Fußgänger- und Radfahrererkennung. Optional gibt es eine Multiview-Kamera, die das Rangieren erleichtert, eine Fernlichtautomatik sowie elektrisch klappbare Spiegel.

Das wichtigste Update aber findet sich unter der Motorhaube. Erstmals wird der Sandero Stepway elektrifiziert und bekommt den 114 kW/155 PS starken Hybridantrieb, den die Franzosen bereits im Kompakt-SUV Bigster verwenden. Er kombiniert einen 80,2 kW/109 PS starken 1,8-Liter-Benziner mit zwei zusammen 36 kW/49 PS starken Elektromotoren sowie einer kleinen Batterie. Beim Anfahren startet der Dacia grundsätzlich lautlos im E-Modus, in der Stadt soll er bis zu 80 Prozent der Zeit rein elektrisch unterwegs sein.

Spannend bleibt die Preisfrage. Zwar startet der Sandero weiterhin bei günstigen 12.490 Euro, doch jeder vierte Käufer greift zur teuersten Topversion. Mittlerweile liegt der durchschnittliche Verkaufspreis in Deutschland bei 16.050 Euro. Der nur in der teuersten Ausstattung „Extreme“ erhältliche Stepway Hybrid dürfte um die 23.000 Euro kosten. Damit steigt der Sandero in eine Liga auf, in der bislang nur Konkurrenten wie Toyota Yaris, Renault Clio oder Suzuki Swift unterwegs sind.

Der Jogger übernimmt denselben Hybridantrieb, tritt aber in einem anderen Segment an. Als Familienauto mit bis zu sieben Sitzen konkurriert er nicht mit Kleinwagen, sondern mit Kompaktvans, einem Fahrzeugtyp, den viele Hersteller inzwischen gestrichen haben. Wie viel das Update des ab Ende Oktober bestellbaren, neuen Antriebs kostet, verrät Dacia noch nicht. Der aktuelle Jogger Hybrid 140 kostet 24.490 Euro. Zusammen mit dem neuen Outfit dürfte der Preis aber über 25.000 Euro steigen.

Stärkerer LPG-Antrieb

Besonders beliebt bei Dacia-Kunden ist der Flüssiggasantrieb, den die Franzosen als einziger Hersteller noch flächendeckend ab Werk anbieten. Auch hier legen die Rumänen nach: Der kleine, etwas schwächliche Einlitermotor fliegt raus und wird durch einen Flex-Fuel-Motor mit 1,2 Liter Hubraum ersetzt. Der Dreizylinder-Turbo liefert 120 PS, geschaltet wird wahlweise per Hand oder erstmals bei Dacia über ein Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe. Außerdem sitzt künftig im Boden des Kofferraums ein größerer LPG-Tank, was die Reichweite im Gasbetrieb um 20 Prozent verlängert. Je nach Modell sollen dann mit einer Tankfüllung zwischen 1.500 und 1.600 Kilometer möglich sein.

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