EU-Neuzulassungen Dämpfer für den Pkw-Absatz im Mai

Von dpa/sp-x/jr 2 min Lesedauer

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Das Auf und Ab im europäischen Neuwagenmarkt setzt sich fort. Im Mai gab es nach einem stabilen April wieder einen Rückgang. Der E-Automarkt gibt ein gemischtes Bild ab.

(Bild:  Seyerlein/»kfz-betrieb«)
(Bild: Seyerlein/»kfz-betrieb«)

In der Europäischen Union haben Autohersteller im Mai Federn lassen müssen. Die Zahl der neu registrierten Pkw ging im Vergleich zum Vorjahresmonat um drei Prozent auf fast 912.000 Einheiten zurück, wie der Branchenverband Acea am Donnerstag in Brüssel mitteilte. Noch im Vormonat hatten die Hersteller dank zusätzlicher Verkaufstage ein Plus erzielen können. Damit schmilzt das Wachstum seit Jahresbeginn auf 4,6 Prozent: Zwischen Januar und Ende Mai wurden damit knapp 4,6 Millionen Wagen an Kunden übergeben.

In drei von vier Schlüsselmärkten konnten die Autobauer im Mai Kunden nicht wirklich überzeugen: So gingen die Verkäufe in Italien, Deutschland und Frankreich deutlich zurück. In Spanien stieg die Zahl der neu zugelassenen Fahrzeuge allerdings.

Unterdessen schwindet der Marktanteil von Diesel und Benzinern auf zusammengenommen 48,5 Prozent (Mai 2023: 52,1 %). Dagegen legte die Zahl der neu zugelassenen Hybride auf knapp 30 Prozent zu.

Rückläufig waren auch die Zulassungen von rein batterielektrisch betriebenen Autos: 114.308 Fahrzeuge kamen neu in den Verkehr, 12 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Der Marktanteil sank von 13,8 Prozent auf 12,5 Prozent. Triebfeder war eine schwache Nachfrage in Deutschland (minus 30,6 Prozent) und den Niederlanden (minus 11,7 Prozent), wo allerdings der Gesamtmarkt noch stärker geschrumpft ist. Einen Rekordwert erreichten die E-Auto-Zulassungen hingegen in Frankreich (plus 5,4 Prozent, Gesamtmarkt minus 2,9 Prozent) und Belgien (plus 44,8 Prozent, Gesamtmarkt minus 5,9 Prozent).

Kundeninteresse nach wie vor überschaubar

„Der Hochlauf der Elektromobilität stockt“, kommentierte Constantin Gall von Ernst&Young am Donnerstag die jüngsten Acea-Zahlen. „Elektroautos verlieren in immer mehr Märkten Marktanteile, was teils an auslaufenden oder sinkenden Förderungen liegt, teils aber auch daran, dass das Kundeninteresse an dieser Technologie nach wie vor überschaubar ist.“ Die erste Welle an innovationsaffinen Kunden, gerade in Ballungsgebieten, sei inzwischen weitgehend adressiert. Die Erschließung neuer Kundenschichten, die stärker auf das Preis-Leistungs-Verhältnis und Aspekte wie Reichweite und Wiederverkaufswert schaut, erweise sich als schwierig. „Die Industrie und die Politik müssen sich etwas einfallen lassen, wenn mehr Menschen für Elektroautos begeistert werden sollen“, so Gall.

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