Fahrzeugdaten Datensicherheit hat Priorität

Aktualisiert am 19.02.2026 Von Malika Matkarimova 2 min Lesedauer

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Die Zukunft der Mobilität ist vernetzt und datengesteuert. Doch neue Servicemodelle brauchen Vertrauen. Im Gespräch mit Herstellern, Versicherern und Behörden wird klar: Nur mit Fahrzeugsicherheit und Datensouveränität der Kunden funktioniert es.

Bei einem parlamentarischen Frühstück des VDIK in Berlin Michael Johannes (links), Christian Hirte (Mitte) und Imelda Labbé (rechts). (Bild:  Julian Osswald)
Bei einem parlamentarischen Frühstück des VDIK in Berlin Michael Johannes (links), Christian Hirte (Mitte) und Imelda Labbé (rechts).
(Bild: Julian Osswald)

Vernetzte Fahrzeugdaten gewinnen im Aftermarket zunehmend an Bedeutung. Der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) und die Automechanika Frankfurt haben bei einem parlamentarischen Frühstück in Berlin die Rolle vernetzter Fahrzeugdaten für künftige Geschäftsmodelle erörtert. Die Veranstaltung ist Teil der Dialog-Reihe „Road to Automechanika" im Vorfeld der Messe im September.

Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, hob die Relevanz vernetzter Fahrzeuge und autonomer Flotten hervor. Gleichzeitig betonte er die Notwendigkeit entsprechender Rahmenbedingungen – mit Fahrzeugsicherheit als oberster Priorität. Zudem könnten Daten nur mit ausdrücklichem Einverständnis der Kunden weitergegeben werden.

VDIK-Präsidentin Imelda Labbé bezeichnete Connected-Car-Daten als wesentlichen Baustein künftiger Aftersales-Strategien. Diese ermöglichten eine neue Dimension individueller Servicelösungen. Der Verband fordere sichere politische und rechtliche Rahmenbedingungen für Fahrzeugkunden und setze sich für einen konstruktiven Austausch in der Automobilwirtschaft ein, erklärte Labbé.

Die wachsende Komplexität im Aftersales-Geschäft erfordere neue Ansätze in den Bereichen Privatkundenbetreuung, Flottenmanagement und Schadenabwicklung. Neben den Herstellern interessieren sich laut VDIK auch Versicherer, Fuhrparkbetreiber und weitere Dienstleister für datenbasierte Angebote.

Diese Entwicklungen sind längst keine reine Zukunftsvision mehr. Im Impulsvortrag beleuchtete Benedikt Middendorf (Deloitte) die strategische und ökonomische Bedeutung vernetzter Fahrzeugdaten. Katharina Roecker (High Mobility/DAT) und Felix Moser (FINN) präsentierten Praxisbeispiele: Das Spektrum reicht von Fuhrparklösungen über personalisierte Serviceangebote bis zu maßgeschneiderten Versicherungsprodukten.

Wem gehören die Daten?

In der abschließenden Diskussionsrunde mit Patricia Stich (Volkswagen Group Info Services, Cariad), Jürgen Lobach (FINN), Thilo Wagner (DAT) und Maike Lamping (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft) einigten sich die Teilnehmer darauf, dass vernetzte Fahrzeugdaten Marktteilnehmern und Kunden nutzen – vorausgesetzt, Fahrzeugsicherheit bleibt priorisiert und Nutzer behalten die Kontrolle über ihre Daten.

Auf der Automechanika Frankfurt im September wird das Thema weiter konkretisiert. Die Messe soll laut Michael Johannes (Messe Frankfurt) als Plattform für Neuheiten entlang der Wertschöpfungskette fungieren und allen Akteuren ein Branchenforum zum Austausch bieten.

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