Dekra stellt den HU-Adapter vor

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Die Sachverständigenorganisation informiert auf der Automechanika über Änderungen bei der Hauptuntersuchung. So soll ab 2015 ein HU-Adapter die elektronische Funktionskontrolle erleichtern.

So sieht er aus: Dekra-Technikchef Hans-Jürgen Mäurer zeigt den HU-Adapter.(Foto:  Rosenow)
So sieht er aus: Dekra-Technikchef Hans-Jürgen Mäurer zeigt den HU-Adapter.
(Foto: Rosenow)

Die Sachverständigenorganisation Dekra informiert die Werkstätten auf der Automechanika über wichtige Neuerungen der Fahrzeugprüfung. Die Überwachungsorganisationen setzen ab Sommer 2015 den sogenannten Prüfadapter ein, der die Ingenieure bei der Kontrolle elektronischer Systeme im Fahrzeug unterstützt. Dekra-Technikchef Hans-Jürgen Mäurer präsentierte in Frankfurt den aktuellen Prototypen dieses Adapters, der derzeit im Testbetrieb in mehreren Niederlassungen eingesetzt wird.

Wenn der Adapter an die Fahrzeugschnittstelle angeschlossen wird, kann er abgleichen, ob die im Werk eingebauten sicherheitsrelevanten Systeme noch unverändert vorhanden sind. Dazu kommuniziert das Gerät mit den entsprechenden Steuergeräten im Auto. Ein herkömmliches Diagnosegerät ist der HU-Adapter allerdings nicht, denn er soll keine Fehler finden – das ist schließlich die Aufgabe der Werkstätten –, sondern lediglich Mängel feststellen oder ausschließen. Er arbeitet aber mit den gleichen Prüfroutinen, was den Kfz-Betrieben erlaubt, zur Vorbereitung der HU mit ihren eigenen Geräten die Prüfungen nachzuvollziehen. Damit ist laut Dekra die Kompatibilität zwischen Prüfung und Reparatur, aber gleichzeitig auch die organisatorische und personelle Trennung der beiden Tätigkeiten gesichert.

Bremsentest nimmt Druck unter die Lupe

Eine weitere wichtige Neuerung ist die veränderte Bremsenprüfung ab 2015. Dabei wird die am Rad erreichte Bremskraft mit dem Druck im hydraulischen System in Bezug gesetzt, was die Prüfung objektiver macht. Über den HU-Adapter kann der Ingenieur die Werte des Bremsdrucksensors im ESP auslesen. Die Software vergleicht dann die Ist-Werte mit dem vom Fahrzeughersteller vorgegebenen Soll und zeigt dem Prüfer an, ob das Fahrzeug die Vorgaben erfüllt.

Auf eine Prüfung ganz anderer Art weist die Überwachungsorganisation auf der Automechanika ebenfalls hin. Nach eigenen Erhebungen ist jeder vierte Drehmomentschlüssel in deutschen Werkstätten außerhalb der Toleranz. Eine gesetzliche Vorschrift, solche Werkzeuge regelmäßig zu prüfen, gibt es zwar nicht – Dekra empfiehlt aber trotzdem eine jährliche Justage und bietet mit einem Netz mobiler Prüfmittel-Laboratorien entsprechende Serviceleistungen an.

Ein falsches Drehmoment beim Anschließen kann nämlich zu teuren Folgeschäden führen. Denn der Drehmomentschlüssel kommt nicht nur an den Radschrauben zum Einsatz, sondern auch an den empfindlicheren Wischerarmen, Zünd- und Glühkerzen oder Ölablassschrauben.

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