Kfz-Gewerbe Schleswig-Holstein Der Autohausmitarbeiter bleibt

Von Nick Luhmann 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Bei der vierten Nacht des Kfz-Gewerbes in Neumünster diskutierten Experten über die wachsenden Herausforderungen der Branche – von den Chancen und Grenzen künstlicher Intelligenz bis zu höchsten Präzisionsanforderungen bei modernen Fahrerassistenzsystemen.

Standen auf der Bühne: (v. l.) Tim Schneider (Landesinnungsmeister), Klemens Skibicki (Professor und Wissenschaftlicher Direktor des Deutsches Instituts für Kommunikation und Recht im Internet, Köln, DIKRI), Helge Kiebach (Geschäftsführer des Kraftfahrzeugtechnischen Instituts KTI), Nina Eskildsen (Präsidentin des Verbands des Kfz-Gewerbes Schleswig-Holstein) und Jan-Nikolas Sontag (Geschäftsführer des Verbands des Kfz-Gewerbes Schleswig-Holstein). (Bild:  Kfz-Gewerbe Schleswig-Holstein)
Standen auf der Bühne: (v. l.) Tim Schneider (Landesinnungsmeister), Klemens Skibicki (Professor und Wissenschaftlicher Direktor des Deutsches Instituts für Kommunikation und Recht im Internet, Köln, DIKRI), Helge Kiebach (Geschäftsführer des Kraftfahrzeugtechnischen Instituts KTI), Nina Eskildsen (Präsidentin des Verbands des Kfz-Gewerbes Schleswig-Holstein) und Jan-Nikolas Sontag (Geschäftsführer des Verbands des Kfz-Gewerbes Schleswig-Holstein).
(Bild: Kfz-Gewerbe Schleswig-Holstein)

Bei der vierten Nacht des Kfz-Gewerbes Schleswig-Holstein in Neumünster stellte Nina Eskildsen, Präsidentin des Landesverbandes Schleswig-Holstein, das Ziel der Veranstaltung vor. „Letztlich“, so die Präsidentin, „geht es in der Arbeit als Verbandsorganisation darum, die Zukunft unserer Mitglieder mitzugestalten.“

Hauptredner Klemens Skibicki, Professor und wissenschaftlicher Direktor des DIKRI (Deutsches Institut für Kommunikation und Recht im Internet, Köln), stellte unter dem Titel „Change Management fängt im Kopf an und hört mit dem Herzen auf“ die Herausforderungen vor, denen sich Unternehmer heute stellen müssen.

Trotz KI und Digitalisierung braucht es den Mensch

Aktuell verändert insbesondere die künstliche Intelligenz rasend schnell viele Gegebenheiten. Sie sorge für eine nie gekannte Individualisierung, eröffne eine enorme Menge an Wahlmöglichkeiten für die Kunden, aber auch für Mitarbeiter.

Was das für die Kfz-Branche bedeute? Das, was wiederkehrende Arbeiten, Prozesse betreffe, z. B. eine Terminvereinbarung in einem Autohaus oder in einer Werkstatt, könne getrost den digitalen Helfern überlassen werden. Wo es aber um eine Beratung gehe, wo Menschen andere Menschen als Gegenüber erwarteten, da müsse geschultes Personal zum Einsatz kommen, so Skibicki.

Absolute Genauigkeit bei Reparaturen erforderlich

Anschließend referierte Helge Kiebach, Geschäftsführer des Kraftfahrzeugtechnischen Instituts (KTI), über Fahrerassistenzsysteme und automatische Fahrfunktionen. Auch wenn es für den technischen Laien unmöglich war, jedem Detail zu folgen, war den Anwesenden schnell klar, dass Werkstätten bei der Reparatur moderner Fahrzeuge ein Höchstmaß an Gewissenhaftigkeit walten lassen müssen. Wenn nicht sehr aufmerksam gearbeitet werde – auf Grundlage der tagesaktuellen (!) Herstellervorgaben –, dann seien sensible Sensoren schnell außer Funktion, z. B. durch eine unsachgemäße Lackierung. Oder sie würden durch eine mangelhafte Kalibrierung fehlerhafte Werte liefern. Dann bremse der Notbremsassistent viel zu spät – im schlimmsten Fall mit tödlichen Folgen, so Kiebach.

Diese Herausforderungen seien bereits Teil der aktuellen Arbeit in den Werkstätten. Für die Zukunft würden die technischen Anforderungen an das Personal nicht sinken. Denn auch wenn so mancher vor der Fahrt einen Teil seiner Assistenzsysteme abschalte, weil sie „nervten“, so würden doch weitere Innovationen den Betrieben neue Herausforderungen bescheren – so schwer sich zunächst auch die meisten Menschen auf Neuerungen einstellen könnten.

(ID:50588074)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung