Deutscher wird Chef des Tata-Konzerns

Von Christoph Seyerlein

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Günter Butschek wird neuer Vorstandsvorsitzender von Indiens größtem Autobauer. Der Mutterkonzern von Jaguar und Land Rover kämpft mit Verlusten und schwindenden Marktanteilen.

Günter Butschek übernimmt den zuletzt vakanten Vorstandsvorsitz bei Tata.(Foto:  Tata)
Günter Butschek übernimmt den zuletzt vakanten Vorstandsvorsitz bei Tata.
(Foto: Tata)

Günter Butschek wird zum 15. Februar neuer Vorstandsvorsitzender von Tata Motors. Das gab der indische Autobauer in einer Mitteilung vom Montag bekannt. Der Posten war seit dem Tod von Karl Slym vor gut zwei Jahren vakant. Butschek verantwortet damit die Tata-Geschäfte in Indien und dem Weltmarkt. Für die beiden Luxus-Tochtermarken Jaguar und Land Rover bleibt weiterhin Ralf Speth zuständig.

Der studierte Betriebswirt Butschek hatte zuletzt für Airbus gearbeitet, seinen Job als Deutschland-Chef des Luftfahrtunternehmens vor rund einem Jahr aber aufgegeben. Zuvor war der 55-Jährige mehr als 25 Jahre für Daimler tätig, unter anderem in Führungspositionen für Produktion, als Werkleiter in den Niederlanden und als Leiter des China-Joint-Ventures Beijing-Benz.

Tata ist Indiens größter Automobilhersteller. Nach eigenen Angaben erzielte der Konzern im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von gut 42 Milliarden US-Dollar. Laut der Nachrichtenagentur „Reuters“ hat Tata in den vergangenen Jahren beständig an Marktanteilen verloren. Auf dem Heimatmarkt in Indien verkaufte der Hersteller dem Bericht zufolge zwei Prozent weniger als 2014, während der Gesamtmarkt um neun Prozent zulegte. In fünf der letzten sieben Quartale schrieb der Konzern aus Mumbai Verluste.

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