Arbeitskleidung Die Krawatte für den Verkäufer hat ausgedient

Von Harald Czycholl 3 min Lesedauer

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Mit ihrem Kleidungsstil sollten sich Verkaufsberater auf Augenhöhe mit ihren Kunden bewegen. Was genau man tragen sollte, hängt von der vertretenen Marke ab – und von den Vorgaben, die das Autohaus seinen Mitarbeitern macht.

Der frühere Daimler-Vorstand Dieter Zetsche (hier mit Silicon-Valley-Ikone Guy Kawasaki in Hongkong) verzichtete bei offiziellen Terminen gerne auf die Krawatte und trug Sneaker. Damit setzte er ein Zeichen.(Bild:  www.media.daimler.com)
Der frühere Daimler-Vorstand Dieter Zetsche (hier mit Silicon-Valley-Ikone Guy Kawasaki in Hongkong) verzichtete bei offiziellen Terminen gerne auf die Krawatte und trug Sneaker. Damit setzte er ein Zeichen.
(Bild: www.media.daimler.com)

Kleider zeigen die Persönlichkeit eines Menschen – und transportieren Botschaften. Wer sich wohlfühlt in seiner Haut respektive Kleidung, strahlt Authentizität aus und legt so die Basis für ein – im beruflichen Kontext – professionelles Miteinander. Deshalb sind der morgendliche Blick in den Kleiderschrank und die Auswahl der Kleider für den Tag keine Nebensache – vor allem, wenn man im Verkauf arbeitet.

„Wichtig ist, dass man sich mit seinem Kleidungsstil auf Augenhöhe mit seiner Kundschaft bewegen sollte“, sagt Frank Fichert. Mit seinem Unternehmen Sales Quality berät er bundesweit Autohändler und schult deren Verkaufsmannschaften. Denn mit der Wahl seiner Kleidung sendet man unbewusst Botschaften aus: Schmutzige Sneaker und ein knittriges Hemd zeigen eine Egal-Mentalität. Daraus schlussfolgert der Kunde, dass diese Person unzuverlässig arbeitet – und daher nicht vertrauenswürdig ist. Ein maßgeschneiderter Anzug mit Einstecktuch, Hemd und italienischen Designerschuhen kann allerdings einen ähnlichen Effekt haben, weil dadurch ungewollt eine Distanz zum Kunden aufgebaut wird und dieser sein Gegenüber daraufhin als fremd empfindet – das schafft Misstrauen.