Ifo-Index Die Stimmung der Autoindustrie sinkt weiter

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Die aktuelle Lage verdüstert derzeit das Geschäftsklima der Automobilbranche.  Der Blick nach vorn sieht gar nicht so schlecht aus – auch weil wieder mehr offene Stellen gemeldet werden.

Die Stimmung in der Automobilbranche ist derzeit schlecht, könnte sich perspektivisch aber bessern.(Bild:  Volkswagen)
Die Stimmung in der Automobilbranche ist derzeit schlecht, könnte sich perspektivisch aber bessern.
(Bild: Volkswagen)

Die Stimmung in der deutschen Autoindustrie hat sich aktuell verschlechtert, trotzdem gibt es Anzeichen für eine Besserung. Der vom Ifo-Institut erhobene Geschäftsklima-Index für die Branche ist im März zwar um 3 Punkte auf minus 18,7 Punkte gefallen. Dies liegt aber vor allem an einer deutlich schlechteren Bewertung der aktuellen Geschäftslage. „Die Geschäftserwartungen stiegen dagegen“, sagt die Ifo-Branchenexpertin Anita Wölfl.

Unter anderem haben sich Auftragsbestand und Exporterwartungen verbessert. Und auch der Jobabbau könnte sich verlangsamen: Die Beschäftigungserwartungen verbesserten sich um mehr als 24 Punkte.

Zwar liegen sie mit minus 19,8 noch immer deutlich im negativen Bereich. Doch auch die Arbeitsmarktstatistik deutet in diese Richtung: Im ersten Quartal seien wieder mehr Stellen für Berufe, die für die Autoindustrie relevant sind, bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet worden. „Damit scheint der Rückgang an neuen Stellen, der seit 2022 zu beobachten war, zu einem Halt gekommen zu sein“, sagt Wölfl.

Produktionsplus im März

Zuletzt hatte die Inlandsproduktion der Automobilindustrie tatsächlich leicht zugelegt, wie der Verband der Automobilindustrie am Dienstag, 7. April, vermeldete. Mit 400.800 gefertigten Pkw verbuchte das Produktionsvolumen einen Zuwachs von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, allerdings begünstigt durch einen zusätzlichen Arbeitstag.

Im ersten Quartal summierte sich die Produktion auf knapp 1,1 Millionen Einheiten, was einem Rückgang von 2 Prozent entspricht. Vom Vorkrisenniveau bleibt die Branche damit weiterhin entfernt: Gegenüber 2019 liegt die Fertigung noch immer um 16 Prozent niedriger.

Ein ähnliches Bild zeigt sich beim Export. Im März wurden 310.700 Pkw ausgeführt, ein Plus von 3 Prozent. Im Quartalsverlauf ergibt sich jedoch ein Minus von 2 Prozent auf 799.500 Fahrzeuge. Gegenüber dem Vergleichsjahr 2019 beträgt der Rückstand 18 Prozent.

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