Dieselmotoren einfach diagnostizieren

Redakteur: Markus Lauer

Das Unternehmen Lehnert Tools bietet einen Prüfkoffer an, mit dem die Werkstätten Dieseleinspritzsysteme testen können.

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Vor 30 Jahren begann Friedrich Lehnert mit dem Werkzeughandel und seit zirka 10 Jahren befasst er sich in der hauseigenen Werkstatt mit der Entwicklung von Diesel-Diagnose-Werkzeugen.

Mittlerweile hat er sich auf die Entwicklung und Produktion von Diagnosekoffern für Common-Rail-Einspritzsysteme spezialisiert. Mit ihnen können Werkstätten Fehler bei Dieseleinspritzsystemen diagnostizieren und lokalisieren.

Zum 1. Januar 2009 krempelte Lehnert sein Geschäft quasi um und erweiterte es. Sein Sohn Tobias ist jetzt auch als Geschäftsführer in das Unternehmen mit eingestiegen. Die beiden sind gleichberechtigte Partner der Firma Lehnert Tools GmbH. Im Herbst 2008 kauften sie ein Gebäude und eröffneten im Januar ihren neuen Firmensitz. Der Betrieb in Neuenstadt am Kocher hat 2.000 m² und beheimatet die Bürogebäude, die Produktion und ein Lager. Auch das Personal wurde aufgestockt. Mittlerweile arbeiten vier Hauptberufliche und vier 400-Euro-Kräfte im Betrieb.

Genug zu tun

„Wir haben Unmengen an Arbeit. Wir müssen die Aufträge, die wir zwischen November und Dezember 2008 erhalten haben, noch abarbeiten“, erklärt Friedrich Lehnert. Sein Sohn Tobias ergänzt: „Unser Vorteil ist, dass wir spezielles Werkzeug entwickeln und produzieren und dass wir die Koffer individuell zusammenstellen können – je nach Kundenbedarf.“

Das Unternehmen profitiert davon, dass die Fahrzeughersteller, die die Servicekoffer in ihren Vertragswerkstätten einsetzen, ihr Personal schulen müssen. Daraus entsteht oft eine Mundpropaganda. Z. B. erzählt ein Mechaniker einem anderen abends beim Bier von den Problemen mit den Dieseleinspritzsystemen an ihren Fahrzeugen. Der geschulte Mechaniker empfiehlt ihm dann den Lehnert-Koffer.

Mittlerweile setzen viele Fahrzeughersteller das Diagnose-Tool ein – von Audi über Mazda und Nissan bis Renault. Auch in den Werkstätten von Nfz-Herstellern wie DAF, Iveco und MAN benutzen es die Mechaniker tagtäglich. Die Werkstattausrüster KSM, Trost und Stahlgruber haben das Potenzial der Lehnert-Koffer ebenfalls erkannt und sie in ihr Portfolio aufgenommen.

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