Automarkt China Dominanz ausländischer Hersteller endet

Von sp-x/dpa 2 min Lesedauer

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Lange Zeit war der chinesische Automarkt fest in der Hand westlicher und japansicher Hersteller. Das hat sich nun geändert. Insgesamt ist der Absatz in der Volksrepublik 2022 leicht gestiegen.

BYD ist Chinas größer Autohersteller.(Bild:  BYD)
BYD ist Chinas größer Autohersteller.
(Bild: BYD)

In China endet die jahrzehntelange Dominanz ausländischer Autohersteller. In den ersten elf Monaten 2022 kamen die heimischen Marken erstmals auf einen gemeinsamen Marktanteil von 50 Prozent, wie das Beratungsunternehmen Inovev errechnet hat. Gegenüber 2020 entspricht das einem Plus von 10 Prozentpunkten.

Damit setzt sich ein langanhaltender Trend fort: Seit den 1990er-Jahren erhöhten die chinesischen Hersteller langsam, aber konstant ihre Marktanteile. Einen ersten großen Schub gab es 2005, als viele neue Unternehmen die Produktion aufnahmen. Der aktuelle Boom erklärt sich vor allem durch den Siegeszug der E-Autos.

Stärkste chinesische Hersteller sind aktuell BYD und Geely mit jeweils rund 1,5 Millionen Neuzulassungen. Insgesamt reicht das aber nur für Rang drei und vier: Marktführer bleiben weiterhin Volkswagen und Toyota mit rund 2,8 Millionen beziehungsweise 1,7 Millionen Neuwagen.

China ist der größte Automarkt der Welt und als solcher auch für die deutschen Hersteller Volkswagen (inklusive Audi und Porsche), BMW und Mercedes-Benz der wichtigste Einzelmarkt.

Gesamtjahr 2022: Chinesischer Automarkt legt leicht zu

Herstellerübergreifend hat der chinesische Automarkt im vergangenen Jahr dank der zweiten Jahreshälfte und eines Schlussspurts leicht zugelegt. Die Auslieferungen von Pkw stiegen in der Volksrepublik nach vorläufigen Zahlen um 1,8 Prozent auf 20,7 Millionen Autos, wie der Branchenverband PCA am Mittwoch in Peking mitteilte. Mit dem Plus gelingt dem chinesischen Automarkt der zweite Anstieg in Folge, nachdem es zuvor einige Jahre abwärts gegangen war.

Im Dezember zogen die Auslieferungen an Endkunden im Vergleich mit dem Vorjahresmonat um 15 Prozent auf 2,43 Millionen Autos an. Das waren auch fast die Hälfte mehr als im Vormonat. Im November hatten noch die Covid-Lockdowns in vielen Städten und Regionen Chinas belastet. Inzwischen hat Peking die pandemiebedingten Einschränkungen deutlich zurückgefahren. Anziehende Verkäufe zum Jahresausklang waren zudem erwartet worden, da zum Jahreswechsel bestimmte Subventionen für umweltfreundlichere Autos und Steuersenkungen für spritsparende Modelle wegfielen.

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