DPF: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

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Harald Hahn, Vizepräsident des ASA-Bundesverbandes, plädiert für die Einführung einer gesetzlichen Prüfplicht für Dieselpartikelfilter (DPF).

Der Bundesverband der Hersteller und Importeure von Automobil-Service-Ausrüstungen (ASA) plädiert für die Einführung einer allgemeinen Prüfpflicht für Dieselpartikelfilter. Angesichts aktueller Diskussionen um Nachrüstsysteme mit unzureichender Filterwirkung verweist der ASA-Verband in einer am Donnerstag veröffentlichten Pressemitteilung auf die spezifische Problematik von Nachrüstpartikelfiltern. Gerade bei diesen "offenen Systemen mit passiver Regeneration", bestehe die Gefahr, "dass bei häufigem Kurzstreckenverkehr die benötigte Temperatur von ca. 250 °C für die Regeneration des Filters nicht erreicht wird. Die aktive Filterfläche setzt sich dann zu und die Abgase können ungefiltert durch den Bypass ins Freie entweichen“, erklärt Harald Hahn, Vizepräsisdent des ASA-Bundesverbands. Zudem hätten verschiedene Untersuchungen gezeigt, dass es - abgesehen von diesen technischen Unwägbarkeiten - "auch bei der Effizienz neuer Nachrüstfilter große Unterschiede" gebe.

Prüfpflicht für Partikelfilter

„Im Sinne eines bestmöglichen Umwelt- und Gesundheitsschutzes" sei es deshalb erforderlich, im Rahmen der Abgasuntersuchung nicht nur den Trübungswert sondern auch die ausgestoßene Partikelmenge zu prüfen. "Auf diese Weise lässt sich leicht erkennen, ob Dieselpartikelfilter ihre Aufgabe erfüllen oder nicht“, meint Hahn. Den Gesetzgeber fordert der ASA-Verband auf, möglichst rasch die rechtliche Grundlage für eine solche Prüfung zu schaffen, damit die entsprechenden Gremien ein geeignetes Prüfverfahren entwickeln können. „Gerätetechnisch stellt das Prüfen der Partikelmenge kein Problem dar. Die im ASA-Verband organisierten Werkstattausrüster haben geeignete Messverfahren für den Einsatz bei Prüforganisationen und in Kfz-Werkstätten bereits fertig entwickelt. Sobald die gesetzlichen Rahmenbedingungen für das Prüfen von Partikelfiltern feststehen, sind die Werkstattausrüster in der Lage, entsprechend angepasste Prüfgeräte zu liefern“, so der ASA-Vizepräsident abschließend.