Stromtarife Dynamisch durch die Dunkelflaute

Von Clemens Gleich 5 min Lesedauer

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Ab 2025 müssen Stromanbieter neben Stromtarifen mit fixen kWh-Preisen auch dynamische Tarife anbieten, deren kWh-Preise sich nach der Strombörse richten. Wer kann damit sparen?

Wenn kein Wind weht und die Sonne nicht scheint (Dunkelflaute), wird deutlich weniger Strom produziert. Dann können die Preise enorm steigen.(Bild:  ©Berit Kessler - stock.adobe.com)
Wenn kein Wind weht und die Sonne nicht scheint (Dunkelflaute), wird deutlich weniger Strom produziert. Dann können die Preise enorm steigen.
(Bild: ©Berit Kessler - stock.adobe.com)

Zum Ende des Jahrs 2024 beschäftigten die Energie-Branche vor allem die Preisspitzen an der Strombörse. Ihren Zenit erreichten die Preise am 12. Dezember 2024 zwischen 17 und 18 Uhr mit 936 Euro pro Megawattstunde; das entspricht 93,6 Cent pro kWh plus alle Stromnebenkosten und Steuern. Für Endverbraucher kamen dabei kurzfristig Brutto-Strompreise bis über 130 ct/kWh heraus, für Gewerbe waren es bis über 110 ct/kWh netto.

Davon waren jedoch nicht viele Anschlüsse betroffen, weil es außerhalb der Industrie nur wenige Kunden mit dynamischen Stromtarifen gibt, die nach Börse abgerechnet werden. Die meisten Anschlüsse werden mit Pauschaltarifen versorgt, bei denen solche Preisschwankungen eingepreist werden. Statt eines eigenen Lastgangs kommt ein sogenanntes „Standardlastprofil“ (SLP) zum Einsatz, das einen typischen Lastgang nachbildet, zum Beispiel für einen Haushalt, eine Bäckerei oder ein Kfz-Gewerbe.