Tesla E-Autobauer sieht sich beim Umweltschutz auf Kurs

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Mit seiner Fabrik in Grünheide bringt Tesla derzeit Umweltschützer gegen sich auf. Beim Wasserschutz sieht sich der E-Auto-Bauer aber auf Kurs.

Tesla ist derzeit wegen vieler Themen in den Schlagzeilen, darunter sind auch Umweltschutzfragen.(Bild:  Grimm – VCG)
Tesla ist derzeit wegen vieler Themen in den Schlagzeilen, darunter sind auch Umweltschutzfragen.
(Bild: Grimm – VCG)

Das Tesla-Werk in Grünheide steht derzeit aus unterschiedlichen Gründen in den Schlagzeilen – darunter waren die Betriebsratswahlen, der Brandanschlag und immer wieder auch Fragen des Umweltschutzes. Nun hat das Werk einmal mehr Vorwürfe über mangelnden Umweltvorsorge zurückgewiesen. „Für die Giga-Produktion pro Fahrzeug werden nur 2,28 Kubikmeter Wasser benötigt“, schrieb Tesla-Manager Rohan Patel auf beim Portal X (früher Twitter). Das sei ein Drittel weniger als der Branchendurchschnitt, der bei 3,68 Kubikmeter Wasser liege. Tesla verwende bis zu 100 Prozent des Brauchwassers.

Ende Februar war nach einem „Stern“-Bericht bekannt geworden, dass die Abwasserwerte für Phosphor aus der Fabrik seit der Eröffnung vor fast zwei Jahren mehrfach über dem behördlichen Grenzwert lagen. Der Autobauer hatte darauf verwiesen, dass die Stoffkonzentration höher ist, weil Tesla Wasser einspare.

In einem Abwasserbericht der Fabrik für das vergangene Jahr heißt es nach Informationen des „Tagesspiegels“ (Donnerstag/online), dass Tesla 451.654 Kubikmeter Frischwasser verbraucht habe. Das liegt deutlich unter der mit dem Wasserverband Strausberg-Erkner vereinbarten Wassermenge pro Jahr. Das Energieunternehmen Leag verbrauchte nach Angaben des Umweltministeriums über 44 Millionen Kubikmeter pro Jahr zur Kühlung des Kraftwerks Jänschwalde.

Wegen der Abwässer war es im Wasserverbandes Strausberg-Erkner (WSE) zu Konflikten gekommen. Verbandsvorsteher André Bähler hatte in einer Beschlussvorlage gefordert, die Abnahme von Abwasser wegen überschrittener Grenzwerte zu stoppen. Der Beschluss wurde dann allerdings vertragt. Nach der Entscheidung über eine Vertagung trat der Vorsitzende der Verbandsversammlung, Henryk Pilz, mit sofortiger Wirkung zurück.

Wasserschutz ist tiefgreifendes Streitthema

Das Wasser ist ein Streitthema. Umweltschützer haben große Bedenken, weil das Werk teilweise in einem Wasserschutzgebiet liegt. Tesla will die Produktion ausbauen, dafür aber nicht mehr Wasser verbrauchen. Zudem plant das Unternehmen eine Erweiterung des Geländes, eine deutliche Mehrheit der Bewohner von Grünheide hatte sich aber bei einer Befragung dagegen ausgesprochen.

Die Produktion in der Tesla-Fabrik bleibt nach einem Anschlag auf die Stromversorgung noch bis voraussichtlich Ende nächster Woche unterbrochen. Bisher unbekannte Täter hatten am Dienstag auf einem Feld Feuer an einem Strommast gelegt, der auch für die Versorgung der Tesla-Fabrik zuständig ist. Die linksextreme "Vulkangruppe" hatte erklärt, sie sei für den Anschlag verantwortlich. Die Gruppe wirft Tesla vor, die Fabrik verseuche das Grundwasser und verbrauche riesige Mengen der ohnehin knappen Trinkwasserressource.

Seit vergangener Woche protestieren Umweltschützer in der Nähe des Werks im Wald gegen das Unternehmen. Sie wiesen einen Zusammenhang mit dem Anschlag zurück. Rund 12 500 Menschen arbeiten bei Tesla in Grünheide.

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