ADAC E-Autos sind der Weg zu Klimaneutralität

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Der größte deutsche Autofahrerclub wächst weiter, fast 22 Millionen Menschen sind Mitglied. Das Wort des ADAC hat daher Gewicht. Auf der Jahreshauptversammlung legte sich die Führung für die Elektromobilität ins Zeug.

Die Pannenhelfer das ADAC sind weiter sehr gefragt – die Mitgliederzahl des Clubs wächst.(Bild:  ADAC/Martin Hangen)
Die Pannenhelfer das ADAC sind weiter sehr gefragt – die Mitgliederzahl des Clubs wächst.
(Bild: ADAC/Martin Hangen)

Deutschlands größter Verein ist weiter gewachsen. Wie ADAC-Präsident Christian Reinicke anlässlich der Hauptversammlung am Samstag in Bremen sagte, stieg die Mitgliederzahl im vergangenen Jahr um 380.000 auf nun 21,8 Millionen. „Die meisten Mitglieder sind bei uns wegen der Pannenhilfe“, sagte Reinicke. Aber drei Viertel der Neumitglieder hätten die teurere Premium-Mitgliedschaft mit Zusatzleistungen abgeschlossen.

Das Jahresergebnis liegt trotzdem „ein gutes Stück unter Vorjahr, weil wir mehr Pannen hatten“, sagte Vorstandsmitglied Oliver Weissenberger. Die Autofahrer hielten ihre Fahrzeuge länger, die Flotte werde älter. Die Zahl der Straßenwacht-Einsätze stieg von 3,4 Millionen auf über 3,5 Millionen.

Satzungsgemäß entschied die ADAC-Hauptversammlung auch über die Feststellung des Jahresabschlusses sowie den Wirtschaftsplan für das laufende Jahr. Der Verein konnte 2023 ein Jahresergebnis von rund 70 Millionen Euro erzielen. Dieses Ergebnis versetze den ADAC in die Lage, „Kostensteigerungen in der Leistungserbringung abzufedern und weiterhin in hohe Service- und Qualitätsstandards sowie neue Angebote zu investieren“.

Elektromobilität ist für ADAC die unumgängliche Zukunft

Im Fokus der Hauptversammlung, zu der rund 230 Delegierten der 18 Regionalclubs zusammenkamen, standen dieses Jahr „Chancen und Risiken der Elektromobilität“. Reinicke kritisierte einer Mitteilung zufolge die polarisierende Debatte um ein mögliches Scheitern der Elektromobilität. Bestehende Herausforderungen würden zu grundsätzlichen Argumenten gegen die E-Mobilität, sagte er. Stattdessen erwarteten die Menschen, dass Probleme gelöst werden.

Das Präsidium halte „E-Mobilität derzeit für die einzige Möglichkeit, den Pkw klimaneutral zu betreiben und die Klimaziele zu erreichen“, und versuche positive Akzente zu setzen. Der ADAC berate und habe schon über 150 E-Modelle getestet. Das Verbrenner-Aus beim Neuwagenverkauf ab 2035 in der EU sei für den Verein gesetzt. „Aber es muss technologieoffen bleiben“, sagte Reinicke. Wasserstoff, Brennstoffzelle oder E-Fuels dürften nicht ausgeschlossen werden. Letzteres sei für die Bestandsflotte von über 40 Millionen Benzin- und Dieselautos in Deutschland ein mögliches Mittel zur CO2-Neutralität.

Bei der ADAC-Pannenhilfe „können wir auf absehbare Zeit keine E-Autos einflotten“, sagte Weissenberger. Die Fahrzeuge seien mit 600 Kilogramm Zuladung an Werkzeug und Ausrüstung zu schwer dafür, „da geht uns die Reichweite in die Knie“. Außerdem müssten die Pannenhelfer zur Not auch ein anderes Fahrzeug abschleppen können. Um trotzdem klimafreundlicher unterwegs zu sein, sollen die Pannenhilfeautos zunehmend mit dem Biodiesel HVO100 betankt werden.

Eine neue Lösung hat der Verein bei seinem Ladeangebot ADAC E-Charge. Nach dem Ende der Kooperation mit EnBW soll ab dem 1. August Aral Pulse neuer Partner für die Elektromobilität werden. Man habe sich auf Grundzüge der Zusammenarbeit geeinigt, gab Reinicke am Samstag bekannt. Details sollen rechtzeitig vor dem Start folgen.

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