Eigenkapitalquote der Kfz-Betriebe steigt

Von Christoph Baeuchle

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Auch im Bilderbuchjahr 2011 lief nicht alles glänzend im Kfz-Gewerbe. Bei zahlreichen Kennzahlen konnten die Betriebe aber zulegen.

Bei wichtigen Kennzahlen haben die Durchschnittswerte der Kfz-Betriebe im vergangenen Jahr zugelegt.(Foto:  Archiv)
Bei wichtigen Kennzahlen haben die Durchschnittswerte der Kfz-Betriebe im vergangenen Jahr zugelegt.
(Foto: Archiv)

Im Vergleich zum Vorjahr haben sich 2011 zahlreiche Kennzahlen aus dem Kfz-Gewerbe verbessert. So stieg die Eigenkapitalquote um mehr als zwei Punkte auf 17,4 Prozent. Dies ist zwar positiv zu bewerten, reicht allerdings aus Sicht von ZDK-Referent Patrick Bendfeld noch nicht aus. „Kfz-Betriebe sollten ihre Eigenkapitalquote in den nächsten Jahren auf mindestens 25 Prozent erhöhen.“

Wesentlich geringer ist die Gesamtkapitalverzinsung im vergangenen Jahr gestiegen: Mit einem Plus von 0,1 Punkten auf 7,2 Prozent verharrte sie quasi auf dem Niveau von 2010. Damit liegt sie leicht über dem Minimum-Sollwert, den der Zentralverband mit sieben Prozent beziffert. Auch die 2011 erzielte Umsatzrentabilität von 1,7 Prozent liegt leicht über der Minimalvorgabe, die der ZDK mit 1,6 Prozent angibt. In den Jahren zuvor lag sie stets unterhalb dieser Grenze.

Die relativen Bruttoerträge in den verschiedenen Bereichen haben überwiegend nachgelassen. So blieb der Bruttoertrag Kundendienst mit 61 Prozent hinter dem vom ZDK kommunizierten Sollwert von 78 Prozent zurück. Der Wert sank 2011 zum sechsten Mal in Folge, 2005 lag der Bruttobetrag Kundendienst noch bei knapp 77 Prozent. Mögliche Gründe im Betrieb für einen zu geringen Bruttoertrag im Kundendienst können mangelnde Effizienz in der Werkstattführung oder atypisch hohe Krankenstände sein.

Der vom ZDK kommunizierte Minimum-Sollwert von 30 Prozent wurde 2011 mit 29,3 Prozent nur leicht unterschritten. Eine Erhöhung des Bruttoertrags wäre wünschenswert, allerdings sind die bisher erreichten Bruttoerträge durchaus zufriedenstellend.

Der Bruttoertrag im Neuwagenverkauf gab im vergangenen Jahr deutlich nach. Insgesamt lag er bei 9,3 Prozent. In den Jahren 2009 und 2010 lag er jeweils über der Zehn-Prozent-Grenze. Zudem blieb der Bruttoertrag im Gebrauchtwagenverkauf mit 6,9 Prozent hinter den Erwartungen zurück. Der vom ZDK kommunizierte Minimum-Sollwert in Höhe von zehn Prozent wird also deutlich unterschritten.

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