Ein Blick in den Windkanal
Den Audi Windkanal kann man ab sofort im Internet besuchen. Auf dem virtuellen Rundgang wird der Besucher online über die technischen Möglichkeiten informiert und kann sich selbst als Aerodynamiker versuchen.
Den Audi Windkanal können Surfer ab sofort im Internet besuchen. Auf dem virtuellen Rundgang durch diesen Entwicklungsbereich kann sich der Besucher online detailliert über die technischen Möglichkeiten informieren und sich selbst als Aerodynamiker versuchen.
Ein sehr technisches Thema möglichst umfangreich und dennoch für den Laien verständlich darzustellen, war Grundidee bei der Konzeption des Internetauftritts des Windkanal-Zentrums.
So findet der User beispielsweise unter dem Menüpunkt "Windkanäle" eine 3D-Grafik des Aeroakustik-Windkanals, die die jeweiligen Strömungsgeschwindigkeiten (bis zu 300 km/h) darstellt. Mit der sogenannten "Flythrough-Animation" lässt sich der Weg der Luft durch die Turbine bis zur Messstrecke realitätsnah verfolgen.
Im Bereich "Windkanal interaktiv" wird der User selbst zum Aerodynamik-Spezialisten. Er kann beispielsweise unterschiedliche Körper auf ihr Aerodynamikverhalten testen oder dieGeräuschentwicklung von Autoantennen vergleichen.
Geschwindigkeiten bis 300 km/h
Das Windkanal-Zentrum mit dem Aeroakustik-Windkanal sowie dem Thermo-Windkanal wurde 1999 in Betrieb genommen. Der Aeroakustik-Windkanal von Audi, mit seiner 47 Meter langen Röhre, ist ein leiser Riese; derzeit hält er den Rekord als geräuschärmster und zugleich schnellster Fahrzeug-Windkanal der Welt. Ein 2600 Kilowatt starkes Gebläse macht Windgeschwindigkeiten bis zu 300 Stundenkilometern möglich. Kräfte, wie Auf- und Abtrieb sowie der Luftwiderstand einer Karosserie lassen sich ebenso untersuchen wie Umströmungs- und Innengeräuschverhalten. Neuartig im Bereich der Pkw-Entwicklung ist dabei die Möglichkeit, mit Laufbändern unterhalb des Fahrzeugs auch die Relativbewegung zwischen Straße und Automobil zu simulieren.
Zentrale Aufgabe des Thermo-Windkanals ist die Optimierung der Motorraumdurchströmung und damit der Kühlsysteme im Automobil. Hier lassen sich neue Motorisierungen und Komponenten auch unter verschärften Bedingungen testen: Der Boden des Prüfstands lässt sich bis auf 60 Grad aufheizen und kann damit die besonderen Konditionen in heißen Regionen simulieren. Durch einen transparenten Boden ist es zudem möglich, die Luftströmung innerhalb des Motorraums und im Unterbodenbereich direkt zu beobachten. Ein spezieller Rollenprüfstand dient der Untersuchung der thermodynamischen Besonderheiten bei Fahrzeugen mit permanentem Allradantrieb.