Einstiegsautos Ein Drittel weniger Modelle für unter 20.000 Euro

Quelle: mma/jr 2 min Lesedauer

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Die Zahl der Modellreihen, für die im Einstieg weniger als 20.000 Euro nach Liste bezahlt werden müssen, ist von 45 auf 30 gesunken. Lediglich ein neues Modell kam in diesem Segment im letzten Jahr hinzu.

Eine Ausnahme: Der ZS des chinesischen Herstellers MG Roewe ist zum Preis von 17.990 Euro neu auf den Markt gekommen.(Bild:  MG Roewe)
Eine Ausnahme: Der ZS des chinesischen Herstellers MG Roewe ist zum Preis von 17.990 Euro neu auf den Markt gekommen.
(Bild: MG Roewe)

Neuwagen unter 20.000 Euro in der Basis-Variante werden zunehmend zur Mangelware. Im Vergleich zum Frühjahr 2022 ist die Zahl der Baureihen mit einem Startpreis von unter 20.000 Euro von 45 auf nur noch 30 gesunken. Das ergibt eine Marktübersicht der Zeitschrift „Auto Straßenverkehr“, die in der am Donnerstag erscheinenden Ausgabe 10/2023 erscheint.

Von 47 Modellen, die im Februar 2022 für unter 20.000 Euro lieferbar waren, kosteten heute 17 mehr als diese Summe. Zwei Modelle wurden vom Markt genommen, eines ist nicht mehr konfigurierbar, zwei folgen bald (Smart Fortwo EQ). Und nur ein Modell ist in diesem Marktsegment neu hinzugekommen.

VW Polo kostet mittlerweile ab 20.830 Euro

So manches Fabrikat bietet gar kein Modell mehr unter 20.000 Euro an. Dazu zählt seit der Preiserhöhung um 1.000 Euro für den VW Polo die Kernmarke des größten deutschen Herstellers aus Wolfsburg. In der günstigsten Variante kostet der Polo jetzt 20.830 Euro. Der eigentlich günstigere Up steht zwar noch ab 14.555 Euro im VW-Konfigurator, ist aber als Benziner gar nicht mehr konfigurierbar.

Auch bei anderen Marken sind durch Preissteigerungen von teilweise über 30 Prozent oder dem Wegfall von schwach motorisierten Basismodellen keine Neuwagen mehr unterhalb dieser preislichen Schallmauer zu haben. Auch die Polo-Konkurrenten Ford Fiesta, Peugeot 208 und Toyota Yaris kosten in der Einstiegsversion jetzt mehr als 20.000 Euro.

Hohe Inflation und Chipmangel drücken Preise nach oben

Vor einem Jahr standen sogar die beiden Kompaktlimousinen Hyundai I30 und Skoda Scala aus der Golf-Klasse noch für unter 20.000 Euro in der Liste, ebenso die Crossover-Modelle Hyundai Bayon, Kia Stonic, Nissan Juke, Opel Crossland und der VW Taigo. Jetzt kosten alle genannten Fahrzeuge mehr als 20.000 Euro.

Im gleichen Zeitraum verteuerte sich auch der ausgewachsene SUV Ssangyong Tivoli Grand von 17.990 Euro Einstiegspreis auf jetzt 22.490 Euro – das sind 25 Prozent mehr. Ursache für die Entwicklung ist nicht nur die hohe Inflationen, sondern auch der Chipmangel.

Die Hersteller bauen knappe Chips lieber in größere und lukrativere Modellreihen ein. Bei Kleinwagen werden besser motorisierte und ausgestattete Varianten mit den Chips bestückt, aber nicht mehr die günstigen und margenschwachen Basisversionen.

30 Baureihen für unter 20.000 Euro

Immerhin gibt es noch 30 Baureihen, die trotz jüngster Preissteigerungen unter 20.000 Euro starten. Dazu gehören Kleinwagen wie der Opel Corsa, Skoda Fabia, Seat Ibiza und Arona, Fiat 500 und Citroën C3, Hyundai I10 und I20 sowie die Schwestermodelle Kia Picanto und Rio, der Nissan Micra und die Renault-Modelle Twingo und Clio, der Smart, Toyota Aygo X und die Suzuki-Minis Ignis und Swift. Auch Preisbrecher Dacia bietet mit Spring, Sandero, Duster, Jogger und Lodgy gleich fünf Modellreihen unter 20.000 Euro. Allerdings hat Dacia die Einstiegspreise um bis zu 40 Prozent erhöht.

Erstaunlich: Ein einziges Modell ist zum Preis von 17.990 Euro neu auf den Markt gekommen: der ZS des chinesischen Herstellers MG Roewe mit 106 PS starkem Benzinmotor. Und ein Modell ist im Jahresvergleich jetzt tatsächlich günstiger: Der Fiat 500 mit Mildhybrid-Dreizylinder kostet nun 500 Euro weniger. So reichen 20.000 Euro beim 500C (ab 19.990 Euro) noch knapp für eine kleine Cabrio-Limousine.

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