Ford Transit City Elektrisch durch die Stadt

Von sp-x/ys 2 min Lesedauer

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Günstig, kompakt und mit city-optimierter Reichweite: Ford bringt Ende des Jahres einen neuen E-Transporter auf die Straße. Kannibalisierungseffekte zu den bestehenenden Modellen erwartet der Hersteller nicht.

Ford bringt einen weiteren E-Transporter.(Bild:  Ford)
Ford bringt einen weiteren E-Transporter.
(Bild: Ford)

Ford baut seine Palette an elektrischen Nutzfahrzeugen aus. Mit dem neuen Transit City wollen die Kölner vor allem urbane Gewerbekunden mit überschaubarem Reichweitenbedarf ansprechen.

Der Neue positioniert sich in der Ein-Tonnen-Klasse bei Preis und Größe zwischen dem kleineren E-Transit Courier und dem größeren E-Transit Custom. Angetrieben wird der Kastenwagen von einem 110 kW/150 PS starken Elektromotor, der von einer 56-kWh-Batterie mit Lithium-Eisenphosphat-Chemie (LFP) versorgt wird. Gegenüber der gängigeren NMC-Variante verspricht sich Ford Vorteile bei Haltbarkeit und Kosten. Gleichzeitig soll die günstige und robuste Technik sich besonders für typische Stadtprofile mit kurzen Fahrstrecken und regelmäßigem Schnellladen eignen. Nach Angaben des Herstellers legen viele urbane Gewerbekunden im Tagesbetrieb meist weniger als 100 Kilometer zurück. Die Reichweite des Transit City gibt Ford mit bis zu 254 Kilometern an. An DC-Schnellladern soll das Laden von 10 auf 80 Prozent in 33 Minuten möglich sein, die maximale Leistung liegt bei 87 kW. Der AC-Bordlader kommt auf 11 kW.

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Ford hat den Transit City nach eigenen Angaben bewusst für Stadtverkehr, Last-Mile-Logistik, Serviceeinsätze und kommunale Anwendungen konzipiert. Anders als der breiter aufgestellte E-Transit Custom setzt das Modell auf ein vereinfachtes Produktkonzept mit nur einer Standard-Spezifikation, mittlerer Batteriegröße und klarem Kosten-Nutzwert-Fokus statt großer Variantenvielfalt. Ford erwartet daher kaum Kannibalisierungseffekte im Verhältnis zu den anderen E-Transportern. Der Transit City sei eine gute Ergänzung des Modellportfolios, erklärte Claudia Vogt, Direktorin Ford Pro in der DACH-Region bei der digitalen Premiere des Fahrzeugs. Das Fahrzeug sei sehr spezifisch für städtische Nutzung konzipiert und spreche Kunden an, die ein einfaches Fahrzeug möchten. Kunden, die höhere Anforderungen haben und sich beispielsweise eine Anhängerkupplung, ein kippbares Lenkrad oder eine größere Farbauswahl wünschen, müssen auf den Custom zurückgreifen.

Auf den Markt kommt der neue E-Lieferwagen als Kastenwagen in den Varianten L1H1 und L2H2 sowie als Fahrgestell mit Einzelkabine. Gerade das Fahrgestell ist für Ford im elektrischen Ein-Tonnen-Segment neu und soll die Basis für verschiedene Umbauten bilden. Das Ladevolumen soll in den Kastenwagenvarianten 6 Kubikmeter beziehungsweise 8 Kubikmeter betragen. Die L2H2-Ausführung bietet den Angaben zufolge rund drei Meter Ladelänge. Der kompaktere L1H1 bleibt knapp unter fünf Metern Fahrzeuglänge und knapp unter zwei Metern Höhe. Beide Kastenwagen-Versionen können laut Ford drei Euro-Paletten aufnehmen. Die Nutzlast liegt je nach Variante bei bis zu 1.275 Kilogramm.

Entwickelt wurde der City-Transit gemeinsam mit dem chinesischen Unternehmen Jiangling (JMC), an dem Ford zu 41 Prozent beteiligt ist. Das Joint-Venture baut in China bereits konventionelle Varianten des normalen Transit und übernimmt in Nanchang nun auch die Produktion des E-Modells. Der Bestellstart sind für Anfang des zweiten Quartals vorgesehen. Die Produktion soll im Sommer anlaufen, dann wird es auch konkrete Preise geben. Die ersten Auslieferungen sind für Ende des Jahres geplant.

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