Elektrische Kühlmittelpumpe

Redakteur: Markus Lauer

Kolbenschmidt Pierburg hat eine Kühlmittelpumpe entwickelt, die ohne mechanischen Antrieb arbeitet.

Kolbenschmidt Pierburg hat eine elektrisch betriebene Kühlmittelpumpe entwickelt, die auf den herkömmlichen mechanischen Antrieb über Keil- oder Zahnriemen verzichtet. Dank eines speziellen Thermomanagements ermöglicht das Aggregat die tatsächlich benötigte Kühlleistung exakt an die unterschiedlichen Lastzustände des Verbrennungsmotors anzugleichen. Zwischen 100 und 1.200 Watt liege das Leisungsspektrum der neuen Pumpengeneration.

Während die Aufnahmeleistung herkömmlicher riemengetriebener Pumpen bei etwa 1,5 kW liegt, kann die 2 Kilogramm leichte elektrisch betriebene Version mit knapp 0,2 kW beispielsweise im Pkw-Bereich bis zu einer Motorleistung von 100 kW eingesetzt werden. Pierburg beziffert die Kraftstoffersparnis durch den wesentlich geringeren Energieverbrauch der elektrischen Kühlwasserpumpe mit 0,5 Litern pro 100 Kilometer. Ferner kann das Aggregat durch seine Regelbarkeit, da es nicht mehr über Keil- oder Zahnriemen an die Motordrehzahl gekoppelt ist, etwa bei einem morgendlichen Kaltstart, mit geringerer Leistung gefahren werden. Das hat zur Folge, dass der Verbrennungsmotor die erforderliche Betriebstemperatur wesentlich schneller erreicht. Mit Hilfe des elektrischen Antriebs ist die Pumpe in der Lage, auch bei abgeschaltetem Motor noch nachzulaufen und motorschonend so genannte "hot spots" zu vermeiden.

Was den Einbauort der Pumpe angeht, können die Automobilkonstrukteure nun durch die neue Unabhängigkeit von Antriebswelle oder Zahnriemen das Packaging im Motorraum flexibler gestalten, da sie nun nicht mehr auf die "Riemenebene Verbrennungsmotor" beschränkt sind. Dadurch wird eine Integration in andere Komponenten des Kühlmittelkreislaufs, etwa am Kühler, ermöglicht.