Honda Elektro-Offensive abgeblasen – 0 Serie kommt nicht

Von sp-x/gr 2 min Lesedauer

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Der japanische Hersteller Honda streicht drei Elektromodelle aus seiner Planung: den 0 SUV, die Limousine 0 Saloon und den Acura RSX. Ein wesentlicher Grund ist die mittlerweile schwache E-Auto-Nachfrage in den USA.

Die beiden 2025 vorgestellten Elektroautos 0 Saloon und 0 SUV wird Honda doch nicht auf den Markt bringen.(Bild:  Honda)
Die beiden 2025 vorgestellten Elektroautos 0 Saloon und 0 SUV wird Honda doch nicht auf den Markt bringen.
(Bild: Honda)

Honda streicht drei ursprünglich vor allem für Nordamerika geplante Elektroauto-Modelle aus dem Entwicklungsprogramm. Wie der japanische Hersteller am 12. März mitteilte, werden der 0 SUV, die Limousine 0 Saloon sowie der Acura RSX nicht in Produktion gehen. Auf der CES Anfang 2025 hatte Honda zwei Prototypen der neuen „0 Series“ vorgestellt und einen globalen Marktstart für 2026 angekündigt.

Grund für den Kurswechsel ist eine Neubewertung der Elektrifizierungsstrategie angesichts veränderter Marktbedingungen. In den USA hat sich das Wachstum des E-Auto-Marktes zuletzt spürbar verlangsamt. Lockere Vorgaben für fossile Antriebe sowie Änderungen bei den Förderprogrammen bremsen die Nachfrage nach batterieelektrischen Fahrzeugen. Honda will daher seine Ressourcen stärker auf Hybridmodelle konzentrieren.

Was das regionale Geschäft betrifft, wird Honda neben seinen Hauptmärkten Japan und den USA die Modellpalette und Kostenwettbewerbsfähigkeit in Indien verstärken, wo Wachstum erwartet wird. Auch in anderen asiatischen Ländern will Honda seine Wettbewerbsfähigkeit durch die Einführung von Hybridmodellen der nächsten Generation und die Neubewertung der Ressourcenzuteilung stärken.

Das Unternehmen mache dennoch stetige Fortschritte bei der Förderung der Elektrofahrzeug-Einführung, indem es seine stabile Ertragsbasis nutzt, die durch das Benzin- und Hybridfahrzeuggeschäft bereitgestellt wurde, heißt es in der Mitteilung. Aufgrund des Strategiewechsels erwartet Honda nun Verluste in den konsolidierten Finanzergebnissen für das am März 2026 endende Geschäftsjahr. In der Folge müsse die Prognosen für die konsolidierten Finanzergebnisse des Geschäftsjahres korrigiert werden.

Zugleich reagiert der Konzern auf den wachsenden Wettbewerbsdruck in China. Dort verschiebt sich der Fokus zunehmend auf softwarebasierte Funktionen und kurze Entwicklungszyklen, was vor allem neuen Elektroauto-Herstellern Vorteile verschafft. „In einem solch schwierigen Wettbewerbsumfeld war Honda nicht in der Lage, Produkte zu liefern, die ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis als das neuerer Elektrofahrzeughersteller bieten, was zu einem Rückgang der Wettbewerbsfähigkeit führte“, schreibt der Hersteller. Honda will deshalb seine Strategie und Investitionen im größten Automarkt der Welt entsprechend neu ausrichten.

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