Jahresforum Kfz-Innung Unterfranken Emotionaler Abschied von Gottfried Reuß

Von Nick Luhmann

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Ohne Respekt geht es nicht, auch nicht ohne Teamgeist. Das machte die Kfz-Innung Unterfranken bei ihrem fünften Jahresforum klar. Bei dem gut besuchten Branchentreff gab es auch einen emotionalen Abschied.

Nach zwei Jahren Corona-Zwangspause zeigte sich die Kfz-Innung Unterfranken sichtlich froh über die volle Halle. (Bild:  Zietz – »kfz-betrieb«)
Nach zwei Jahren Corona-Zwangspause zeigte sich die Kfz-Innung Unterfranken sichtlich froh über die volle Halle.
(Bild: Zietz – »kfz-betrieb«)

Zu ihrem fünften Jahresforum konnte die Kfz-Innung Unterfranken Anfang Oktober rund 450 Gäste aus der Kfz-Branche in den Veitshöchheimer Mainfrankensälen begrüßen. Obermeister Roland Hoier (Autohaus Keller in Veitshöchheim) zeigte sich bei der Begrüßung angesichts des vollbesetzten Saals zunächst sprachlos. Er könne kaum in Worte fassen, wie sehr er diesen Moment herbeigesehnt habe, gestand er freimütig.

Wegen der Pandemie musste das Branchentreffen in den vergangenen zwei Jahren abgesagt werden. Auch das 90-jährige Bestehen der Innung Franken, einer der ältesten Innungen Deutschlands, so Hoier, könne wegen der Pandemie nicht groß gefeiert werden. Zu den weiteren Herausforderungen für die Kfz-Branche zählte der Obermeister die Energiekrise und den Fachkräftemangel.

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Die Innung stehe ihren 808 Mitgliedsbetrieben auch in schwierigen Zeiten mit Rat und Tat zur Seite, das habe sie in der Hochphase der Pandemie bewiesen. „Allein zu diesem Thema haben wir unseren Betrieben rund 70 Rundschreiben geschickt, sodass diese immer wussten, was erlaubt ist und was nicht“, erinnerte Hoier.

Von Teamgeist, Respekt und missglückten Ölwechseln

Beim diesjährigen Jahresforum drehten sich die Beiträge unter anderem um Teamwork und Kommunikation. So nordete der Berufspilot Philip Keil die Gäste auf sein Mantra ein: „Fliegen ist vor allem Teamwork. Und eine Fehlentscheidung ist immer besser als keine Entscheidung.“

René Borbonus, Rhetorik-Trainer und Spezialist für berufliche Kommunikation, warb in seinem Beitrag vor allem für den gegenseitigen Respekt: „Ohne Respekt versinkt die Welt im Chaos.“ Anschließend sorgte der Humorist Matthias Walz für die nötige Portion Spaß. So erfuhr das Publikum, dass Walz gerne SUV fährt, aber kein Ölwechsel-Profi ist und warum ein Strafzettel für die abgelaufene HU/AU ein Zeichen für einen sicheren Wohnort ist.

Emotionale Verabschiedung von Gottfried Reuß

Höhepunkt des Abends war die Verabschiedung von Gottfried Reuß, die der Vorstand gründlich vorbereitet hat: Obermeister Hoier bat dazu den gesamten Vorstand, den Gesellenprüfungsvorsitzenden Josef Möhler, den Innungsgeschäftsführer Michael Frank sowie den – sichtlich überraschten – Ausbildungsberater der Kfz-Innung Unterfranken, Gottfried Reuß, gemeinsam mit seiner Frau Andrea auf die Bühne.

„Herr Reuß verabschiedet sich nach exakt 13.439 Tagen in den Ruhestand. Das ist für mich ein sehr emotionaler Moment“, sagte Hoier. Als junger Kfz-Auszubildender habe er größten Respekt vor der Berichtsheftkontrolle durch Reuß gehabt, gestand er. Jetzt dürfe er diese Respektsperson verabschieden.

„Für Gottfried Reuß war es selbstverständlich, an den Wochenenden an Berufsinformationstagen teilzunehmen oder im Winter im Innungshof Schnee zu räumen“, erinnerte Hoier. Zum Dank für seinen engagierten Dienst gab es für den gerührten Fast-Ruheständler Reuß und seine Frau Andrea eine Reise nach Italien.

Das Publikum schloss sich mit stehendem Applaus der Laudatio an und zollte dem scheidenden Ausbildungsberater seinen Respekt und Dank.

Zum Abschluss dankte Innungsvorstand Roland Hoier seinem Team und den Sponsoren, unter anderem der Bank 11 und der Vogel Communications Group.

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