Ionity-Schnelllader Erste 600-kW-Säulen starten in Deutschland

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Ionity geht in Vorleistung: Das Industrie-Konsortium stellt extrem schnelle Ladesäulen auf – noch bevor geeignete Fahrzeuge auf der Straße sind.

Ionity setzt auf besonders schnelle Schnelllader.(Bild:  Ionity)
Ionity setzt auf besonders schnelle Schnelllader.
(Bild: Ionity)

Schnellladesäulenbetreiber Ionity nimmt die ersten „Megawatt“-Ladesysteme in Betrieb. Zunächst in Frankreich und in Kürze auch in Deutschland sollen E-Autos dann mit bis zu 600 Kilowatt laden können – im besten Fall reicht das für rund 300 Kilometer Reichweite in acht Minuten. Als erster deutscher Standort ist Werne im Münsterland angekündigt, langfristig sollen extrem schnelle Ladeparks Frankreich, Belgien, Luxemburg, die Niederlande und Deutschland mit dem Mittelmeer verbinden.

Ionity, ein Joint Venture verschiedener Autohersteller, nutzt für das Megawattladen die HYC1000-Säulen des Südtiroler Anbieters Alpitronic. Anders als bei den weniger starken Säulen des Herstellers sind die Leistungsmodule nicht in der Ladesäule untergebracht, sondern in einem separaten Gehäuse, von dem aus die 1.000 Kilowatt Gesamtleistung flexibel an acht Ladepunkte verteilt werden.

Bislang sind in Deutschland keine Pkw-Modelle auf den Straßen, die Leistungen von 600 kW verarbeiten könnten. Die schnellsten Modelle kommen auf Werte um die 500 kW. Trotzdem dürften auch normale E-Mobilisten von den neuen Säulen profitieren, da sie den Strom deutlich flexibler unter den einzelnen Ladepunkten verteilen können als die bisherigen Säulen mit zwei Ladepunkten.

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