Erste Batteriewechselstation in Europa
Der kalifornische Mobilitätsdienstleister Better Place hat die erste europäische Batteriewechselstation in Dänemark eröffnet. Die EU fördert das Konzept.
Dänemark soll der erste europäische Markt für den kalifornischen Dienstleister Better Place werden. Das Unternehmen hat dort die erste europäische Batteriewechselstation eröffnet. Better Place kooperiert mit Renault-Nissan und will weltweit Wechselstationen und Ladesäulen für die Elektrofahrzeuge des Konzerns errichten. Erste Märkte sind neben Dänemark Israel, Australien und Kalifornien.
Das Geschäftsmodell sieht vor, dass der Kunde ein Elektrofahrzeug beim Hersteller kauft, die Batterie dafür bei Better Place least und auch gleich einen Stromvertrag mit dem Dienstleister abschließt. An den Wechselstationen können die Elektroauto-Fahrer dann ihre leergefahrenen Akkus automatisiert gegen frisch geladene austauschen lassen. Better Place wirbt für sein Konzept damit, dass die Elektroautos auf diese Weise eine unlimitierte Reichweite hätten.
Die erste europäische Station steht in Gladsaxe am Stadtrand von Kopenhagen. In den kommenden neun Monaten sollen in Dänemark 19 weitere Wechselstationen verteilt über das Land entstehen, die Teil einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur sind. Das erste Auto, das diese Wechselstationen nutzen kann ist der Renault Fluence Z.E., den der Konzern noch in diesem Jahr in Israel und Dänemark auf den Markt bringen will.
EU-Fördergeld für den Batteriewechsel
In Europa unterstützt die Europäische Kommission das Konsortium „Easybat“ mit 2,2 Millionen Euro Fördergeld. Darin arbeiten neben Better Place und Renault auch Continental, der TÜV Rheinland und fünf Forschungsinstitute daran, standardisierte Komponenten und Schnittstellen zu entwickeln, die es Autoherstellern erleichtern sollen, das Batteriewechselkonzept in ihre Elektroautoplattformen zu integrieren. Denn bis auf Renault-Nissan hat bisher kein Autohersteller dieses Konzept aufgegriffen.
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