Euro-7-Verordnung ZDK und GVA fordern, E-Fuels zu berücksichtigen

Von Doris S. Pfaff

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Die Europäische Union müsse in ihrer neuen Euro-7-Verordnung die Option schaffen, dass Neuwagen auch mit klimaneutralen Kraftstoffen betankt werden dürfen. Das fordern ZDK und GVA gemeinsam.

Die EU soll in ihrer Euro-7-Verordnung auch die Möglichkeit berücksichtigen, dass Neuwagen mit CO2-neutralen Kraftstoffen, beispielsweise E-Fuels, betankt werden können. Das fordern GVA und ZDK gemeinsam.(Bild:  gemeinfrei /  Pixabay)
Die EU soll in ihrer Euro-7-Verordnung auch die Möglichkeit berücksichtigen, dass Neuwagen mit CO2-neutralen Kraftstoffen, beispielsweise E-Fuels, betankt werden können. Das fordern GVA und ZDK gemeinsam.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Der vorab in den Medien verbreitete Entwurf der Europäischen Kommission für eine Euro-7-Verordnung zur Emissionsminderung von Kraftfahrzeugen sieht vor, dass neu zugelassene Fahrzeuge auch ausschließlich mit CO2-neutralen Kraftstoffen betrieben werden können. Nach Ansicht der beiden Spitzenverbände ZDK (Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe) und GVA (Gesamtverband Autoteile-Handel) sei das ein weiterer wichtiger Anreiz, die gebotene Vielfalt bei den Antriebstechnologien aufrechtzuerhalten.

„Unsere verantwortlichen Politiker sind nun aufgefordert, dafür zu sorgen, dass dieser Punkt in der finalen Euro-7-Verordnung verankert wird“, betonen ZDK-Präsident Jürgen Karpinski und GVA-Präsident Thomas Vollmar vor der offiziellen Vorstellung des Verordnungsentwurfs durch die EU-Kommission, die für den 9. November vorgesehen ist.

Nicht nur die beiden Verbände gehen davon aus, dass sich auch über das Jahr 2035 hinaus weder die individuelle Mobilität noch der Liefer- und Schwerlastverkehr ohne Fahrzeuge mit konventionellem Antrieb realisieren lassen. Mit klimaneutral hergestellten synthetischen Kraftstoffen könnten diese Fahrzeuge umweltfreundlich betrieben werden.

„Zahlreiche Regionen unserer Erde bieten die Möglichkeit, auf Basis unerschöpflicher Wind- und Sonnenenergie große Mengen Wasserstoff und E-Fuels klimaneutral zu produzieren“, sagen die beiden Verbandspräsidenten. „Wir benötigen diese Technologien, um das Ziel der CO2-Minderung im Straßenverkehr möglichst schnell zu erreichen. Bereits heute könnten die Bestandsfahrzeuge mit Kolbenmotoren dazu ihren Beitrag leisten. Die potenziellen Hersteller dieser Kraftstoffe brauchen jedoch planbare Rahmenbedingungen, um die wirtschaftliche Erzeugung dieser Produkte in großen Mengen angehen zu können“, fordern Karpinski und Vollmar.

Viele Menschen würden sich auch in der ferneren Zukunft mit ihren konventionell angetrieben Automobilen bewegen müssen, um das tägliche Leben und Arbeiten zu managen. Auch für diese Menschen seien bezahlbare Angebote für klimaneutrale Mobilität unabdingbar, so die Präsidenten. Sie fürchten sonst, dass eine Zwei-Klassen-Gesellschaft entstehen könnte, in der die Menschen abgehängt werden, die aus den unterschiedlichsten Gründen keinen Zugang zur E-Mobilität bekommen.

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