Tesla EU-Umweltsiegel soll grüne Produktion stärken

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Sein grünes Image der 2010er Jahre hat der US-Autobauer zuletzt verspielt – unter anderem mit dem monströsen Cybertruck. Jetzt bekam die Fabrik in Grünheide ein wichtiges Umweltsiegel.

Tesla hat für die Gigafactory in Grünheide nach eigenen Angaben das europäische Umweltsiegel EMAS erhalten.(Bild:  Tesla)
Tesla hat für die Gigafactory in Grünheide nach eigenen Angaben das europäische Umweltsiegel EMAS erhalten.
(Bild: Tesla)

Der US-Elektroautobauer Tesla ist in seiner Fabrik in Grünheide bei Berlin mit dem europäischen Umweltsiegel EMAS ausgezeichnet worden und verpflichtet sich zu weiteren Umweltzielen. „Fotovoltaik werden wir zukünftig weiter vorantreiben“, sagte Werksleiter André Thierig. Er nannte auch das Einsparen von Wasser als Beispiel. Zudem seien bisher als Ausgleichsmaßnahme mehr als zwei Millionen Bäume aufgeforstet worden, die Aufforstung solle weitergehen. Die Bürgerinitiative Grünheide begrüßt die Aktionen, zeigt sich aber unter dem Strich skeptisch.

Tesla will den Ausstoß klimaschädlicher Gase in Grünheide in Brandenburg senken, Energie sparen und mehr Solarenergie erzeugen. Das geht aus dem Umweltbericht hervor, den das Unternehmen für die Zertifizierung erstellt hat. Die Menge an Fotovoltaik-Solarmodulen soll in diesem Jahr um 5 auf 15 Megawattpeak (maximale Leistung) steigen. Die Gigafactory Berlin-Brandenburg, die einzige Autofabrik von Firmenchef Elon Musk in Europa, öffnete 2022. Dort arbeiten laut Unternehmen rund 11.000 Beschäftigte, die 5.000 Autos pro Woche – rund 250.000 Autos im Jahr –herstellen.

Energieverbrauch soll sinken

Der direkte Energieverbrauch habe 2024 bei knapp 419.503 Megawattstunden gelegen, heißt es im Bericht. Davon machte Strom mit rund 234.603 Megawattstunden den Großteil aus, gefolgt von Erdgas mit 172.539, Diesel mit rund 12.355 sowie Propan mit 6 Megawattstunden. Tesla will nun Erdgas über die Nutzung der Abwärme von Prozessheizungswasser einsparen. Der Ausstoß an Treibhausgasen lag bei rund 39.667 Tonnen CO2.

Der Wasserverbrauch inklusive Sanitärwasser liege bei 2,16 Kubikmeter pro produziertes Fahrzeug. Dieser Wert liege deutlich unter dem Branchendurchschnitt von 3,50 Kubikmetern pro Fahrzeug, heißt es von Tesla. Für das Prozess-Abwasser soll in diesem Jahr eine Recyclingquote von 90 Prozent erreicht werden.

Tesla erhielt das EMAS-Siegel (Eco-Management and Audit Scheme), ein langfristiges Umweltmanagementsystem, bei dem es auf Einhaltung von Rechtsvorschriften und Verbesserung der Umweltleistung ankommt. In einem Umweltbericht dokumentiert Tesla den Verbrauch von Ressourcen und Emissionen, setzt sich Ziele und will die Transparenz stärken. „Wir sind ein Unternehmen, was sich der Nachhaltigkeit verschrieben hat“, sagte Thierig. Das bestätige die Zertifizierung.

Der Verein für Natur und Landschaft in Brandenburg – die Bürgerinitiative gegen Tesla –zeigt sich skeptisch. Alle Bemühungen zur Senkung der Umweltbelastung seien zwar positiv, sagte Sprecher Steffen Schorcht der Deutschen Presse-Agentur. Er befürchte aber eine schlechtere Kontrolle. Das Siegel sei „Greenwashing“, um sich umweltfreundlicher darzustellen.

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