Arbeitsschutz Exoskelette – Gesundheit geht vor

Von Malika Matkarimova 2 min Lesedauer

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Die Arbeit in Lkw-Werkstätten ist körperlich sehr anstrengend. Um die Gesundheit der Mitarbeiter zu schützen, setzt MAN Exoskelette ein, die beispielsweise bei der Überkopfarbeit mit Werkzeugen entlasten.

Zur Reduzierung körperlicher Belastungen und Förderung der Mitarbeitergesundheit führt MAN Exoskelette ein. (Bild:  MAN)
Zur Reduzierung körperlicher Belastungen und Förderung der Mitarbeitergesundheit führt MAN Exoskelette ein.
(Bild: MAN)

Körperliche Belastung bzw. Überforderung in Werkstätten ist kein neues Thema. Deshalb hat sich die MAN Truck & Bus Deutschland GmbH für den Einsatz von Exoskeletten entschieden. Denn ergonomischere Arbeitsplätze sollen dazu beitragen, die Qualität der Arbeitsergebnisse zu verbessern und somit zum wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens beitragen. Seit Juli 2024 werden an 20 Standorten über 50 Schulter- und 25 Rücken-Exoskelette eingeführt. Ziel der Einführung ist, die körperliche Belastung der Mitarbeiter zu reduzieren und ihre Gesundheit zu fördern. So möchte der Nutzfahrzeugbauer die Zufriedenheit und Motivation der Mitarbeiter erhöhen, und den Krankenstand reduzieren. Ein Exoskelett ist somit ein Win-win-Konzept, das nicht nur im Interesse der Arbeitnehmer, sondern auch der Arbeitgeber liegt.

Pilotstudie mit Sensor-Analyse

Vor der Einführung der Exoskelette führte MAN eine Pilotstudie mit Sensor-Analysen und Feedback-Bögen durch. Die Bewegungssituationen wurden für unterschiedliche reale Arbeitsplätze analysiert – unter anderem die Überkopfarbeit mit einem fünf Kilogramm schweren Schraubwerkzeug sowie Heben und Tragen von zehn Kilogramm schweren Waren im Lager. Die Sensormessungen erfolgten mit und ohne Exoskelett für dieselben Aufgaben. Die Ergebnisse belegen eine erhebliche Entlastung durch die Exoskelette. 70 Kilogramm weniger Druck auf die Lendenwirbelsäule pro Hebevorgang sowie bis zu zehn Newtonmeter weniger Drehmoment auf den Schultergelenken bei der Arbeit über Kopf, was einer Entlastung von mehr als 60 Prozent entspricht. Ergänzend zu den Messungen beantworteten die beteiligten Mitarbeiter Fragen zu ihren Erfahrungen mit den Exoskeletten. Laut dem Anbieter spüren die Exoskelett-Nutzer die Entlastung der Muskeln und Gelenke deutlich und fühlen sich nach getaner Arbeit fitter.

Bildergalerie

Unterschiedliche Exoskelett-Modelle

MAN setzt zur Entlastung der Mitarbeitenr auf das Schulter-Exoskelett „Ix Shoulder Air“ und das Rücken-Exoskelett „Ix Back Air“. Diese hat „Suitix by Ottobock“ entwickelt. Das Healthtech-Unternehmen setzt auf biomechanische Systeme, die ohne externe Energie (z. B. Strom) funktionieren. „Unsere Exoskelette leiten die Kräfte im Körper um, speichern diese zwischen und setzen sie gezielt wieder frei, wenn Belastungsspitzen in der Schulter oder für die Wirbelsäule auftreten“, erklärt David Duwe, Vice President Suitx by Ottobock Europe. „Ganz ohne den Einsatz von Batterien sind die Systeme besonders leicht und lassen sich den ganzen Tag über tragen. Sie lassen sich schnell an- und ablegen und an unterschiedliche Körpergrößen anpassen. Mit diesen Eigenschaften sind Exoskelette ein Schlüssel, um aktuellen Herausforderungen in der Industrie und Logistik zu begegnen.“

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