Expertentreffen

Redakteur: Elvira Minack

Peugeot widmet dem Remarketing von Gebrauchtwagen mehr Aufmerksamkeit. Das schlägt sich in wachsenden Verkaufszahlen nieder.

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Seit Peugeot mit seinem Qualitäts-Gebrauchtwagen-Programm arbeitet, kümmert sich der Importeur auch mehr um das Remarketing. Die Ergebnisse sieht man sehr deutlich an der Entwicklung der Verkaufszahlen.

Im Angebot sind Leasingrückläufer sowie Dienstwagen der Mitarbeiter. Außerdem kauft die Gebrauchtwagenorganisation Fahrzeuge aus der Firmenzentrale in Paris zu. Das Fahrzeugangebot steht allen Peugeot-Händlern und Service-Partnern offen, unabhängig davon, ob sie am Qualitäts-Gebrauchtwagen-Programm teilnehmen.

Die Möglichkeit nutzen zurzeit etwa 300 Händler. Ihr Engagement ist unterschiedlich und reicht vom Zukauf von drei bis 30 Fahrzeugen im Monat. Wer möchte, kann zudem an einem Remarketing-Wettbewerb teilnehmen. Dafür vereinbaren die Teilnehmer mit der Peugeot-Gebrauchtwagenorganisation ein so genanntes Abnahmeziel. Bilanz zieht Peugeot am 30.06. und am 31.12. des Jahres. Sieger ist nicht derjenige, der die meisten Fahrzeuge abgenommen hat. Stattdessen bewertet der Importeur den jeweiligen Grad der Zielerreichung. Die acht Gewinner der Zwischenauswertung lud Peugeot im August zu einer Expertenrunde nach Dresden ein.

Mit der Einladung in die sächsische Metropole wollte der Importeur die Händler „belohnen“. Doch für Tobias Seifert, Leiter der Peugeot-Gebrauchtwagenorganisation, ist die Expertenrunde noch aus einem anderen Grund wichtig: „Wir wollen von den Händlern hören, welche Erfahrungen sie in der Zusammenarbeit mit uns gemacht haben und was wir verbessern können. Wir nutzen das Treffen auch, um erste Reaktionen für bestimmte Pläne unseres Unternehmens einzuholen.“

Die Experten machten von dieser Möglichkeit auch rege Gebrauch. So standen sie der Vorstellung, zusätzliche Fahnen für die Fahrzeugausstellung bzw. den Gebrauchtwagenplatz einzusetzen, eher ablehnend gegenüber. Für die neuen Peugeot-Imageanzeigen wünschten sie sich klare Botschaften anstatt viel Text. Was den Modellmix betrifft, hätten die Händler gern noch mehr Fahrzeuge zum Preis bis 10000 Euro. Konkret sei der 206 mit 60 PS sehr gefragt bei den Kunden.

Auf viel Zustimmung stieß die Frage nach dem Interesse an gebrauchten Nutzfahrzeugen. So berichtete Frank Meyer, von der Peugeot Sachsen GmbH, dass es einen großen Bedarf an gebrauchten Nutzfahrzeugen gäbe und sein Unternehmen diese sogar exportieren könnte. Auch Fabian Becker vom Autozentrum Peter GmbH hat gute Erfahrungen mit gebrauchten Nutzfahrzeugen. Sie hätten die niedrigsten Standtage und seien meist schon nach 14 Tagen wieder verkauft. Allerdings müsse der Preis stimmen. Den Wunsch nach Fremdfabrikaten mussten die Peugeot-Verantwortlichen jedoch verneinen. Man kaufe grundsätzlich nur Fahrzeuge der eigenen Marke zu. Für die Kritiker zu langer Transportzeiten hatte Seifert erfreuliche Aussichten. Noch im Herbst eröffnet ein neuer zusätzlicher Lagerplatz in der Nähe von Berlin. Das vereinfacht die Transportlogistik.

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