Skoda Octavia Facelift bringt digitale Frische ins Cockpit

Von sp-x 3 min Lesedauer

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Üblicherweise bekommt ein Modell nach vier Jahren ein Facelift. Beim Skoda Octavia ist das nicht anders. Das Modell wird digitaler, die Bedienung klarer. Das Modell hat weiter das Zeug zum Brot-und-Butter-Auto, allerdings kommt die Einstiegsvariante wieder mal später.

Skoda hat dem Octavia nach vier Jahren ein Facelift spendiert – die Änderungen machen sich vor allem innerlich bemerkbar.(Bild:  Skoda)
Skoda hat dem Octavia nach vier Jahren ein Facelift spendiert – die Änderungen machen sich vor allem innerlich bemerkbar.
(Bild: Skoda)

Wenn Skoda seinen Bestseller Octavia wieder einmal überarbeitet und mit etwas geschärfter Optik in die Schauräume der Händler stellt, fragt man sich schon: warum eigentlich? Über sieben Millionen Octavia liefen in Mlada Boleslav bisher vom Band, das Modell ist in sieben Ländern das meistverkaufte Fahrzeug und auf deutschen Straßen fast so präsent wie der VW Golf. Aber bekanntlich ist in der Automobilbranche nichts gefährlicher, als sich auf dem eigenen Erfolg auszuruhen. Außerdem ist die vierte Generation auch schon wieder gut vier Jahre alt, da können Ingenieure und Designer ruhig nochmals ran.

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Im Ergebnis präsentiert sich der Wagen optisch etwas frischer, mit neuen Scheinwerfern, die nun serienmäßig mit LED-Technik die Straße ausleuchten, auf Wunsch sogar mit Matrix-Technik. Ein paar optische Kniffe hier und da – beispielsweise verlängern neue Front- und Heckschürzen sowohl Kombi als auch Limousine um neun Millimeter – neue Farben und Räder, das war’s dann.

Das technische Update fällt dagegen etwas umfangreicher aus und ist zumindest in den höheren Ausstattungsniveaus sofort beim Einsteigen zu erkennen. Der Octavia wird digitaler. Was bedeutet, dass er anstelle des bisherigen analogen Kombiinstruments immer einen 10 Zoll großen Bildschirm sowie einen ebenfalls 10 Zoll großen Zentralbildschirm bekommt. Bei den teureren Versionen sitzt sogar ein 13-Zoll-Display auf der Mittelkonsole. Das Ganze wird flankiert von mehr USB-C-Anschlüssen, die Handys mit 45 Watt mit Strom versorgen. Und Updates lädt der Wagen künftig over the air.

Klare Optik, schnelle Prozessoren

Die Technik stammt aus dem großen Volkswagen-Baukasten und wird unter anderem im neuen VW Passat und Tiguan oder auch im Superb eingesetzt. Klare Optik, schnelle Prozessoren und eine überlegte Menüstruktur erleichtern den Umgang mit dem Auto spürbar. So sind jetzt häufig genutzte Funktionen schneller erreichbar. Der Aus-Schalter für den ungeliebten Tempobimmler etwa, der hier allerdings eher dezent Alarm schlägt, wenn die erlaubte Geschwindigkeit überschritten wird.

Die Digitaloffensive flankiert Skoda mit den bei neuen Modellen mittlerweile üblichen Funktionen. Dank KI gibt sich der Wagen verständig und liest den Passagieren ihre Wünsche fast schon von den Lippen ab. Wer‘s also mag und nicht auf dem Display herumtatschen will, sagt dem Auto, was es tun soll. Die Heizung wärmer oder kälter stellen, die Farbe der Innenraumbeleuchtung ändern oder eine Pizzeria in der Umgebung suchen. Klappt alles dank Chat GPT und ständiger Internetverbindung prima. Nur die Pizza muss man noch selbst bestellen.

Flankiert wird das Ganze von neuen Apps wie Pay to Park oder Pay to Fuel, über die man Parkgebühren bezahlt oder sich an der Tankstelle das Anstehen an der Kasse erspart. Und dann gibt’s eine überarbeitete Version der My-Skoda-App, die alle Infos des Fahrzeugs anzeigt. Die App ist praktisch, um schnell zu checken, ob der Tank noch voll oder der Wagen abgeschlossen ist. Und falls es sich Nachbars Katze schon wieder auf der warmen Motorhaube bequem macht: Die Hupe lässt sich auch übers Smartphone aktivieren.

Weniger Optionen der Motorisierung

Motorenseitig hat Skoda aufgeräumt. Leistungsmäßig geht’s wie bisher bis 195 kW/265 PS. Auch die beiden TDI mit 85 kW/115 oder 110 kW/150 PS bleiben im Programm. Doch am unteren Ende der Skala haben die Tschechen den nie wirklich beliebten Dreizylinder gegen einen Vierzylinder getauscht. Diesen 1.5 TSI gibt’s als Handschalter mit 85 kW/115 oder 110 kW/150 PS Leistung, oder für 2.600 Euro Aufpreis als Mildhybride mit DSG-Getriebe.

Dann speichert eine Minibatterie beim Ausrollen oder Bremsen elektrische Energie, die dann ein Starter-Generator nutzt, um den Verbrenner beim Anfahren oder Beschleunigen zu unterstützen. Wird wenig Leistung benötigt, schaltet der Motor zwei Zylinder ab, geht man vom Gas, wird das Aggregat ganz abgeschaltet. Die Technik ist millionenfach bewährt und funktioniert auch hier einwandfrei. Was bedeutet: Auf der Landstraße pendelt sich der Verbrauch bei knapp über 5 Litern ein.

Wie bei jedem Facelift empfiehlt sich ein Blick in die Vergangenheit. Bis die Einstiegsausstattung Select in einigen Monaten erhältlich ist, kostet der günstigste Octavia als 115 PS starker Benziner 30.730 und als Diesel mindestens 34.430 Euro. Das sind also rund 2.750 Euro oder fast zehn Prozent mehr als vor einem Jahr. Ähnlich eingerichtet kostet der verbesserte Octavia aber eher ein paar Euro weniger.

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