Fahrprüfung im Ausland wird anerkannt

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Seit Ende Mai muss Deutschland rechtmäßig in EU-Ländern ausgestellte Führerscheine anerkennen. Profitieren können davon Autofahrer, die ihre Fahrerlaubnis abgeben mussten.

Nach dem Ende Mai veröffentlichten Rechtsspruch des Europäischen Gerichtshofs muss Deutschland rechtmäßig in EU-Ländern ausgestellte Führerscheine anerkennen. Insbesondere die hunderttausend deutschen Autofahrer, die jedes Jahr ihren Führerschein abgeben müssen, könnten davon profitieren, so eine Pressemeldung der Fahrschule EU-Com.

Mittlerweile erlangen jeden Monat rund 50 Fahrschüler nach bestandener Prüfung eine neue Fahrlizenz, so Dieter Schirwandt, Eigentümer der deutschen Fahrschule in Polen. Wer in Deutschland seinen Führerschein verliert, muss in vielen Fällen seine Fahreignung in einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) beweisen. Wer dies fürchtet, macht sich dann auf den Weg ins Ausland, so Schirwandt. Das sei mit dem Urteil jetzt legalisiert, wenn gewisse Voraussetzungen eingehalten werden.

Doch Vorsicht ist geboten: Rund 100 verschiedene Führerscheine zirkulieren in Europa. Deshalb könnten Laien schnell überfordert sein bei der Unterscheidung zwischen echten und gefälschten Dokumenten. So warnt der Berliner Rechtsanwalt Dirk Streifler vor Betrügern, die den Führerschein nach einem Wochenend-Seminar versprechen: "Den Billig-Führerschein gibt es auch in Polen nicht."