Tesla Farb-Anschlag auf Cybertruck-Tour

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Derzeit läuft es nicht recht rund für Tesla. Die Absatzzahlen sind hierzulande wegen der E-Auto-Depression im Keller, das Robotaxi kommt möglicherweise später – und nun wurde der Cybertruck mit Farbe attackiert.

Wenig geliebt: Der Cybertruck von Tesla sorgte von Anfang an für Kontroversen. Jetzt wurde das Modell zum Ziel für eine Attacke der „Letzten Generation“.(Bild:  Tesla ASM Lineup of Vehicles /Steve Jurvetson / CC BY 2.0)
Wenig geliebt: Der Cybertruck von Tesla sorgte von Anfang an für Kontroversen. Jetzt wurde das Modell zum Ziel für eine Attacke der „Letzten Generation“.
(Bild: Tesla ASM Lineup of Vehicles /Steve Jurvetson / CC BY 2.0)

Umweltaktivisten haben im Tesla-Zentrum Hamburg-Wandsbek den ausgestellten neuen Elektro-Pickup „Cybertruck“ mit oranger Farbe übergossen. Die Polizei bestätigte den Vorfall vom Samstagmorgen auf Anfrage. Die 21 und 55 Jahre alten Aktivisten hätten zudem ein Transparent hochgehalten, teilte die Polizei weiter mit. Das Landeskriminalamt ermittle. Nach Meinung der Klimaschützer der Gruppe „Letzte Generation“ versinnbildlicht das Elektrofahrzeug „den Umgang der Superreichen mit der Erderhitzung“.

Der US-Hersteller Tesla präsentiert seinen futuristischen „Cybertruck“ derzeit in Deutschland. Zum Auftakt der Deutschland-Tour hatte das Modell im Einkaufszentrum „Mall of Berlin“ für Aufsehen gesorgt. Das 3,1 Tonnen schwere und 5,68 Meter lange Gefährt ist bisher in Europa nicht zugelassen. Die Reaktionen auf die Präsentationen könnten auch in eine Entscheidung einfließen, ob für den Cybertruck eine europäische Zulassung angestrebt werden soll.

Schwierigkeiten hat Tesla laut der Nachrichtenagentur Bloomberg auch mit dem geplanten Robotaxi. Das Debüt des selbstfahrenden Modells soll den Angaben zufolge von August auf Oktober verschoben worden sein. Die Präsentation war für den 8. August vorgesehen gewesen. Nach der Bloomberg-Nachricht gab der Kurs der Tesla-Aktie weiter nach – Ende vergangener Woche hatte das Papier knapp 10 Prozent an Wert verloren. Die Schweizer Großbank UBS gab für die Tesla-Aktien eine Verkaufsempfehlung ab.

Fabrik-Ausbau verzögert sich

Am Donnerstag wurde zudem bekannt, dass sich der geplante Ausbau der Gigafactory in Grünheide bei Berlin weiter verzögert. Der erste Teil der Genehmigung werde für den Herbst 2024 erwartet, teilte das Landesumweltamt der Deutschen Presse-Agentur nach einem Bericht des „Tagesspiegels“ mit. Tesla halte an den mittel- bis langfristigen Ausbauplänen für die Gigafactory Berlin-Brandenburg fest, sagte eine Sprecherin des Unternehmens auf Anfrage. "Wir sind zuversichtlich, dass trotz gegenwärtiger Verzögerungen die nächsten Erweiterungsschritte in Abstimmung mit der Landesregierung und den Behörden so bald wie möglich in die Wege geleitet werden können."

Für den Ausbau beantragt Tesla beim Land Brandenburg eine umweltrechtliche Genehmigung in mehreren Teilen. Das Landesumweltamt gab für erste Arbeiten vorläufig grünes Licht. Für die Genehmigung sind laut Behörde Unterlagen in hoher Qualität nötig, um eine solide Prüfgrundlage zu haben. Tesla-Werksleiter André Thierig hatte ursprünglich gehofft, dass zwischen Januar und März dieses Jahres die Genehmigung für die erste Stufe des Ausbaus erteilt wird.

Die Verzögerung fällt in eine Zeit veränderter Rahmenbedingungen. Im April hatte das Unternehmen den Abbau von 400 Stellen für das Werk in Brandenburg angekündigt. Damit betrifft der weltweit geplante Stellenabbau bei Tesla angesichts der Flaute am Markt für Elektroautos auch Hunderte Arbeitsplätze in Grünheide.

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