Kfz-Diebstahl „Fast jedes Autohaus ist betroffen“

Von Doris S. Pfaff

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Beinahe täglich kommt es zu Fahrzeugunterschlagungen mit gefälschten Ausweisen und Führerscheinen im Autohaus. Dabei ließen sich durch gewissenhaftere Überprüfungen viele Fälle vermeiden, betont ein erfahrener Ermittler.

Autohäuser sollten die Ausweise und Führerscheine ihrer Kunden gewissenhaft auf ihre Sicherheitsmerkmale überprüfen. Das allein schon wirkt präventiv. (Bild:  gemeinfrei /  Pixabay)
Autohäuser sollten die Ausweise und Führerscheine ihrer Kunden gewissenhaft auf ihre Sicherheitsmerkmale überprüfen. Das allein schon wirkt präventiv.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Autoklau nach Probefahrten ist in der Branche ein heikles Thema. Das Bundeskriminalamt legt jährlich die Statistik zu Pkw-Unterschlagungen vor. Von 2014 bis 2019 stieg der Anteil bei den Pkw-Diebstählen um knapp 14 Prozent. 2019 lag die Zahl der unterschlagenen Fahrzeuge bei 2.265. Besonders häufig sind geleaste oder finanzierte Fahrzeuge sowie Mietfahrzeuge betroffen. Den Anteil der Fahrzeuge, die bei Probefahrten in die Hände von Kriminellen gelangen, weist das BKA nicht aus.

Durch Unterschlagung an Fahrzeuge zu kommen sei für die Täter attraktiv, weil sie Originalschlüssel und -papiere ausgehändigt bekommen. Damit können sie nahezu problemlos über das Fahrzeug verfügen und unter anderem Staatsgrenzen passieren, so das BKA. Bei Mietfahrzeugen fliegt zudem in der Regel die Unterschlagung erst auf, wenn der Vertrag abgelaufen ist und das Fahrzeug nicht zurückgegeben wird. Das gibt den Tätern Zeit, das Auto zu verkaufen. Bis 2019 verzeichnete das BKA einen Anstieg von knapp 23 Prozent.