Fiat 500 mit Erdgas-Turbo
Die Schweizer Erdgaswirtschaft zeigt auf dem Genfer Automobilsalon im März, wie man ein wirklich umweltfreundliches Auto bauen kann, dass keine rollende Verzichtserklärung ist.
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Es ist inzwischen eine gute Tradition der Schweizer Erdgaswirtschaft, auf dem Genfer Automobilsalon ein eigenes Konzeptfahrzeug zu präsentieren. Im Mittelpunkt des diesjährigen Messeauftritts steht ein Fiat 500 Cabriolet mit 1,4-Liter Twinair-Erdgasmotor.
Der Zweizylinder-Turbomotor erzeugt eine Leistung von 62kW/85 PS und soll mit einem Verbrauch von lediglich 2,9 Kilo Erdgas/Biogas auf 100 Kilometer glänzen. Damit hat der Motor nach Herstellerangaben einen CO2-Ausstoß von lediglich 72 Gramm pro Kilometer. Ein Wert, den heute nicht einmal Hybrid- oder Elektrofahrzeuge erreichen, wenn man die CO2-Emissionen der Stromproduktion in die Umweltbilanz einbezieht.
Die Reichweite des bivalent ausgelegten Autos soll mit Erdgas 300 Kilometer betragen, Benzin ist für weitere 700 Kilometer an Bord. Die Höchstgeschwindigkeit geben die Schweizer mit 173 km/h an. Das Sondermodell soll vorerst jedoch nur in der Schweiz ausgeliefert werden.
Entwickelt hat das Fahrzeug die Schweizer Erdgaswirtschaft zusammen mit der Schweinfurter BRA GmbH – auch das ist inzwischen Tradition. Der unterfränkische Entwicklungsdienstleister hat mit den Schweizern bereits einen Opel Astra Caravan, einen Opel Corsa, einen Volvo C30 und einen Roadster mit Erdgasantrieb entwickelt – die leider alle Konzeptfahrzeuge geblieben sind (siehe Bildergalerie).
Der Fiat-Konzern hatte bei der Präsentation des Twinair-Motors im vergangenen Jahr ebenfalls eine Erdgasvariante dieses Aggregats angekündigt. Allerdings steht laut Unternehmensangaben eine serienmäßige Markteinführung dieser sauberen Antriebsvariante bei Fiat bisher nicht auf dem Programm. Der Hersteller konzentriert sich lieber auf die Vermarktung der schon eingeführten vier Erdgasmodelle Panda, Doblò, Punto und Qubo.
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