Praktisch sind natürlich die hinteren Türen. Sie ermöglichen einen bequemen Ein- und Ausstieg. Aber nicht nur im Fond geht es kommod zu. Der Fahrer sitzt leicht erhöht und genießt die gute Rundumsicht. Hat er das optionale, 1,5 Quadratmeter große Panoramaglasdach geordert, kann der Blick auch die oberen Aussichten genießen.
Zweizylinder mit Spaßfaktor
Fiat spendiert seinem Neuem einen neuen Motor. Der 0,9-Liter-Turbo erhält eine weitere Ausbaustufe und leistet nun 77 kW/105 PS. Der Zweizylinder, der an ein Sechsgang-Getriebe gekoppelt ist, lässt es flott angehen. Zunächst noch kernig laut zeigte das Motörchen bei ersten Testfahrten, wie viel Temperament in ihm steckt. Einmal auf Touren schnurrte es wie eine Nähmaschine. Mit ihm machen schnelle Kurvenfahrten Spaß, das Fahrwerk ist gutmütig abgestimmt, das klassische Mini-Fahrgefühl wird hier indes nicht vermittelt. Der Normwert von 4,8 Litern (112 g/km) dürfte aber nur mit zurückhaltender Fahrweise zu realisieren sein. Eine Start-Stopp-Automatik soll zum sparsamen Umgang mit Treibstoff beitragen.
Aber trotz seines rassigen Temperaments wird er sich wohl hinter dem bekannten 1,4-Liter-Benziner in der Beliebtheitsskala einreihen müssen. Der bringt immerhin 70 kW/95 PS ins Spiel. Der 63 kW/85 PS starke Diesel spricht die Vielfahrer unter den Käufern an.
Bei Fragen zur Preisgestaltung hält man sich noch zurück. Der Basispreis von rund 16.000 Euro dürfte mit ein wenig Ausstattung schnell überschritten werden. Mit Klimaanlage, schicken 17-Zöllern, Zweifarben-Lackierung und anderen Annehmlichkeiten dürfte sich der Preis für den 1,4-Benziner bei 18.000 Euro bewegen. Damit unterbietet er aber immer noch die Konkurrenz aus München.
Kaffeemaschine optional
Natürlich kann der 500L mit allerlei technischen Spielereien von der Premium-Audioanlage bis hin zur Internetanbindung mittels Smartphone aufgerüstet werden. Die Fiat-Verantwortlichen haben allerdings auch an die älteren Semester gedacht und offerieren optional eine kleine Kaffeemaschine, die in einer Docking-Station ihren festen Halt findet.
Der 500L wird in den nächsten Jahren wohl zu einem der wichtigsten Fahrzeuge in der Fiat-Modellpalette. Daher fahren bereits 2013 zwei weitere, nun direkte Abkömmlinge vor. Ein Crossover-SUV ersetzt den schon betagten Sedici. Damit nicht genug, strecken die Italiener den 500L um 30 Zentimeter und rüsten ihn als Siebensitzer auf.
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