Fiat buchstabiert Vertriebsstrategie neu

Redakteur: Anita Friedel-Beitz

Fiat Automobil AG gründet Niederlassung Hamburg. „Centro Automobile“ wurde übernommen und in Fiat Automobil Vertriebs GmbH umbenannt.Neue Niederlassungen sollen profitabel arbeiten.

Fiat Niederlassungen hat es vor einigen Jahren bereits schon einmal gegeben. "Aber diesmal machen wir es richtig", kommentiert Klaus Fricke, Vorstandsvorsitzender der Fiat Automobil AG am Rande der Eröffnung der Niederlassung Hamburg.

Bereits seit 1. Januar 2003 gehören die Betriebe der "Centro Automobile" zur neu gegründeten Fiat Automobil Vertriebs GmbH. Diese ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Fiat Automobil AG. Als Geschäftsführer zeichnet Norbert Tschrepp, der Finanzchef der Fiat Automobil AG, verantwortlich. Bereits in dieser Besetzung sieht Klaus Fricke, der gleichzeitig Vorsitzender des Beirats der neuen Vertriebsgesellschaft ist, die Profitorientierung gewährleistet.

Drei "P" hat Fricke der neuen Gesellschaft als Hausaufgabe gegeben. Profis, Profil und Profit heißt die neue Taktzahl in der deutschen Fiat Vertriebsstrategie. Selbstkritisch fasst Fricke zusammen: "Unsere Niederlassungen werden keine Tageszulassungsstationen sein. Die haben den Markt sauber zu bearbeiten wie jeder Händlerbetrieb. Im Gegenteil! Unsere Niederlassungen müssen sich als Muster-Händlerbetriebe etablieren." Und Vertriebsnetz-Entwickler Gerhard Paul ergänzt: "Unsere Niederlassungen werden für die Prozeßoptimierung Pilotfunktion übernehmen. Sie sind unser Flagschiffe gegenüber dem Handel.

Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, setzt Fricke auf vertriebserprobte Profis, die das Handelsgeschäft verstehen. In Hamburg hat diese Funktion Torsten Ploebsch (35) übernommen. Er war zuvor Leiter der Citroën-Niederlassung Hamburg und Bremen.

Im Rahmen der Restrukturierungsstrategie der Fiat Auto S.p.A. Turin, ist für den Vertriebsbereich ein Gesamtinvestitionsprogramm von 450 Mio. Euro bis 2005 aufgelegt worden, wovon rund 22% auf den deutschen Markt entfallen sollen. So gäbe es in Europa 50 Ballungszentren, in denen 40% aller Zulassungen jährlich realisiert werden könnten. Allerdings sei dort Fiat mit seinen Marken unterrepräsentiert. In Deutschland seien dies 15 Regionen (Großstädte). In erster Linie sollen diese Regionen mit traditionellen Händlerbetrieben besetzt werden. Sollten keine adäquaten Vertragspartner dafür zur Verfügung stehen, wird Fiat Auto, wie nun im Falle des Centro in Hamburg, eigene Niederlassungen dauerhaft etablieren.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in »kfz-betrieb« Wochenjournal Nr. 17/2003, das am 24. April erscheint.