Fiat-Händler klagen gegen den Importeur

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Generell übe der Fiat-Konzern aktuell eine undurchsichtige Kommunikationspolitik aus, beschreibt der 1. Vorsitzende Wilfried Blöbaum. So habe Fiat in den Entwürfen der kommenden Verträge die Änderungen nicht farblich markiert, Änderungswünsche des Verbands übersehen und einige Informationen erst sehr kurzfristig versandt. Daher habe der Verband gemeinsam mit seinem Anwalt Prof. Genzow jede Seite Wort für Wort lesen müssen.

Veränderte Boni für Kundenzufriedenheit

Dennoch habe der Verband bei einigen Punkten der neuen Verträgen einlenken können. So setzten die Verantwortlichen durch, dass die reine Teilnahme am Kundenzufriedenheitsprogramm den Fiat-Partner Bonuszahlungen einbringt – unabhängig vom Ergebnis. Fiat pochte jedoch darauf, dass mindestens 50 Prozent der Autohaus-Kunden daran teilnehmen müssen.

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Auch in puncto Schulungsteilnahme, Spezialwerkzeug sowie bei weiteren Standards sind die Verträge noch nicht festgelegt: „Wir konnten aus vielen Pflichtpunkten eine Empfehlung machen. Das spart unseren Händlern viel Geld. Ein großer Punkt sind noch die Garantierichtlinien. Daran arbeiten wir noch“, sagte Blöbaum. Die neuen Verträge treten frühestens am 1. Januar 2014 in Kraft.

Teilnahmequote von 70 Prozent

Blöbaum zeigte sich zufrieden mit dem Engagement der angeschlossenen Händler. So verzeichnet der Verband eine Rückmeldungsquote zur Tagung von 98 Prozent, erschienen waren 70 Prozent. „Ich ziehe den Hut vor unseren Händlern. Wir können bei Vertragsangelegenheiten nur gemeinsam Druck auf den Importeur ausüben. Vor allem bei den Transportkosten deute ich das Verhalten von Fiat so, dass sie genau wissen, dass da etwas nicht stimmt. Das wollen wir nicht hinnehmen“, lautet die einhellige Meinung der Vorstandsmitglieder.

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