Ford-Autohaus Sattler erfolgreich saniert

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Die Fortführung des Unternehmens scheint gesichert: Eigene Betriebsleiter und Privatinvestoren übernehmen alle vier Standorte - fast alle der 100 Arbeitsplätze bleiben erhalten.

Das im November 2007 in Insolvenz geratene Ford-Autohaus Sattler scheint gerettet. Wie der zuständige Insolvenzverwalter Rechtsanwalt Jens Lieser (Koblenz) am Mittwoch mitteilte, konnte das Neuwieder Unternehmen mit seinen vier Standorten in Neuwied, Dierdorf, Idstein und Westerburg erfolgreich saniert werden.

Fortbestand gesichert

Nach intensiven Gesprächen des Insolvenzverwalters mit den jeweiligen Betriebsleitern und diversen Privatinvestoren sei die Fortführung der Standorte und damit der Erhalt fast aller 100 Arbeitsplätze gesichert. Nach Auskunft Liesers wurde der Hauptbetrieb bereits Anfang Februar von der Auffanggesellschaft Sattler Automobile GmbH übernommen. Die Mitarbeiter und das Sattler-Haupthaus in Neuwied seien inzwischen an den bisherigen Standort von Opel Fröhlich in die Engerser Landstraße 26-28 in Neuwied verlagert worden. Dort gehe der Werkstattservice sowie der Verkauf von Neu- und Gebrauchfahrzeugen der Marken Opel und Ford unverändert weiter.

Lösung durch "Management-buy-out"

Bereits Anfang März hatten an den Standorten Dierdorf und Idstein die eigenen Betriebsleiter den jeweiligen Autohaus- und Werkstattbetrieb (Management-buy-out) übernommen. Am Standort Westerburg will der bisherige Betriebsleiter ebenfalls mit der Unterstützung von Privatinvestoren noch im März das Autohaus erwerben und dort Verkauf und Service für die Marken Ford und Suzuki anbieten.

Auch für die inzwischen leer stehende Gebäudeimmobilie des Autohauses Sattler in Neuwied gebe es eine Perspektive. Hier führt der Insolvenzverwalter derzeit Verhandlungen mit Interessenten über die Ansiedlung von Einzelhandelsgeschäften. Lieser geht davon aus, dass spätestens bis Jahresende hierfür eine Lösung gefunden sein wird.