Ford Edge: Eroberer aus Amerika

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Punkten will man an anderer Stelle, etwa mit edler Ausstattung und feiner Qualitätsanmutung. Und in der Tat überzeugte der Amerikaner bei der ersten Sitzprobe im Kölner Designzentrum der Marke. Die Kunststoffe sind geschäumt, das Leder weich und die Zierteile glänzen in Chrom- und Klavierlack-Optik. Dabei wirkt das Cockpit modern und aufgeräumt, der Knöpfchen-Overkill der jüngeren Vergangenheit ist beendet. Lediglich die Ledersessel sind noch etwas zu amerikanisch-weich, sollen aber für Europa noch gestrafft werden.

An technischen Highlights hat der Edge unter anderem die erstmals bei Ford angebotene Adaptivlenkung im Programm, die die Übersetzung an die Geschwindigkeit anpasst. Zudem gibt es eine Umfeld-Überwachung, die etwa beim Rückwärtsausparken oder der Passage enger Toreinfahrten vor nahendem Querverkehr warnt. Auf den hinteren Sitzen gibt es Gurtairbags wie in der Mercedes S-Klasse.

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Ob das Gesamtpaket reicht, der Premium-Konkurrenz das Wasser abzugraben (die Volumenhersteller haben sich aus diesem Segment weitgehend zurückgezogen), muss sich zeigen. Ford zumindest rechnet mit zahlreichen Eroberungen bei Audi und Co., will eine ganz neue Kundengruppe jenseits der traditionell kostensensiblen Kernklientel ansprechen. Bis 2018 rechnet der Konzern für Europa mit einem Wachstum von 26 Prozent in der Klasse der großen SUV.

In Deutschland allerdings war das Segment zuletzt im Niedergang begriffen. Hier laufen SUV zwar immer noch wie geschnitten Brot, allerdings zunehmend nur noch die kleinen und kompakten Modelle. Doch die hat Ford ja auch: Neben dem kürzlich neu aufgelegten Kompakt-SUV Kuga wirbt seit einigen Monaten auch der aus Südamerika importierte Ecosport mit seinen Fiesta-Genen um Kundschaft.

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