Regionaltagung mit Innungsneuwahlen Frank Schnierle ist neuer Obermeister der Stuttgarter

Von Holger Zietz 2 min Lesedauer

Torsten Treiber hat für Frank Schnierle Platz gemacht und ist nun neuer Ehrenobermeister der Kfz-Innung Region Stuttgart. Erstmals steht dem neuen Obermeister mit Katharina Braun eine Frau zur Seite.

Geschäftsführer Christian Reher der Innung Region Stuttgart (l.) gratuliert Katharina Braun (stellvertretende Obermeisterin), Torsten Treiber (Ehrenobermeister) und Frank Schnierle als neuem Obermeister der Region Stuttgart. Reiner Äckerle ist ebenfalls stellvertretender Obermeister.(Bild:  Holger Zietz - VCG)
Geschäftsführer Christian Reher der Innung Region Stuttgart (l.) gratuliert Katharina Braun (stellvertretende Obermeisterin), Torsten Treiber (Ehrenobermeister) und Frank Schnierle als neuem Obermeister der Region Stuttgart. Reiner Äckerle ist ebenfalls stellvertretender Obermeister.
(Bild: Holger Zietz - VCG)

Frank Schnierle ist auf der Delegiertenversammlung der Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Region Stuttgart am Dienstag, 11. März, zum neuen Obermeister gewählt worden. Er folgt auf Torsten Treiber, der seit 2012 das Amt innehatte und nun unter großem Applaus den Titel eines Ehrenobermeisters erhielt. Schnierle war zuvor fünf Jahre stellvertretender Obermeister.

Erstmalig zwei Stellvertreter – eine Frau darunter

Die Delegierten haben im Rahmen der vorgezogenen Wahl die Satzung geändert: Es gibt nun zwei stellvertretende Obermeister. Neben Reiner Äckerle wurde Katharina Braun zur stellvertretenden Obermeisterin berufen – als erste Frau in dieser Position. Sie war bislang Vorstandsmitglied. Reguläre Neuwahlen stehen 2027 für die kommende dreijährige Amtszeit an.

Treiber wurde für seine Verdienste um das Kfz-Gewerbe mit der goldenen Ehrennadel der Innung ausgezeichnet. Die Innung Region Stuttgart betreut rund 700 Betriebe im Stadtgebiet der Landeshauptstadt sowie in umliegenden Kreisen.

Zukunftsfragen auf Regionaltagung diskutiert

Auf der anschließenden Regionaltagung standen die Perspektiven für Werkstätten und Autohäuser im Fokus. Verbrenner bleiben noch lange auf den Straßen präsent, der E-Antrieb rücke jedoch unaufhaltsam nach, waren sich die Teilnehmer einig. Während Vertragshändler bereits mit Elektromobilität arbeiten, fehle es im freien Handel vielfach noch an der nötigen Ausstattung. Eine zentrale Herausforderung bleibe jedoch, die Mitarbeiter frühzeitig auf die E-Mobilität vorzubereiten und sie entsprechend zu schulen.

Auch die Preise in den Werkstätten waren Thema. Kunden von Elektrofahrzeugen verstünden nicht, warum sie trotz des geringeren Wartungsaufwands dennoch oft hohe Servicekosten tragen müssten. Doch die Vorhaltung von speziellen Arbeitsplätzen und kontinuierliche Schulungen für E-Autos seien kostenintensiv, weshalb angepasste Stundenverrechnungssätze unerlässlich seien.

Über die künftige Entwicklung der Antriebstechnik vor dem Hintergrund der angepassten EU-Flottengrenzwerte für 2035 sprach Jan Rosenow von »kfz-betrieb«. Sein Resümee: Die Elektromobilität bietet die beste Möglichkeit, den Straßenverkehr klimafreundlich umzugestalten. CO2-freie Kraftstoffe (E-Fuels) stoßen hingegen bei Produktion und Verteilung weiter auf Hürden. Wasserstoff als Alternative zu fossilen Kraftstoffen sieht Rosenow vorerst nicht für die Autobranche. Ob er sich in einer Nische der Mobilität halten kann, wird die Zukunft zeigen.

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