Freie Werkstätten: Neustart im freien Fall

Autor / Redakteur: Das Gespräch führte Birgit Hiemann / Maxim Braun

Nach der Wende fand Holger Winter seinen Weg in die Selbstständigkeit.ürgen Grünberg und Sohn Haiko besaßen bereits zu DDR-Zeiten einen privaten Handwerksbetrieb.

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Die Inhaber von Freien Werkstätten Holger Winter, Jürgen Grünberg und Sohn Haiko (v. li.) haben ihre Chancen vor 25 Jahren genutzt und sind in der Marktwirtschaft gut angekommen – trotz Höhen und Tiefen.
Die Inhaber von Freien Werkstätten Holger Winter, Jürgen Grünberg und Sohn Haiko (v. li.) haben ihre Chancen vor 25 Jahren genutzt und sind in der Marktwirtschaft gut angekommen – trotz Höhen und Tiefen.
(Foto: Hiemann)

Redaktion: An welchen Autos haben Sie 1989 wo geschraubt?

Holger Winter: Trabant, Wartburg, Moskwitsch und Wolga – die ganze DDR-Autopalette. Ich leitete die Betriebswerkstatt des FDGB-Bezirksvorstands in Dresden. Fast jede Firma hatte ja ihren eigenen Fuhrpark.

Jürgen Grünberg: Unser Karosseriebetrieb kümmerte sich mehr schlecht als recht um Trabant und Wartburg. Ersatzteile wie Kurbelwellen waren Goldstaub. Vieles lief über Tauschgeschäfte. Ironie des Schicksals: Kurz vor dem Mauerfall kam die Zusage, Trabant-Vertragswerkstatt zu werden. Wer konnte damals wissen, dass nach 1990 niemand mehr Trabi fahren wollte?