Anbieter zum Thema
Was soll sich in den Schauräumen der Händler tun? Gibt es neue CI-Standards?
Wir müssen keine neuen Standards einführen. Auch hier ist es unsere Philosophie, den Händlern wenig vorzuschreiben, sondern ihnen ihren eigenen Gestaltungsspielraum zu lassen. Natürlich arbeiten wir auch an digitalen Themen, damit unsere Partner auch im Schauraum mithilfe neuester Technologie die Autos vermarkten können. Für den Plug-in-Hybrid Outlander und den ASX bieten wir beispielsweise eine 360-Grad-Probefahrt via VR-Brille an, als nächstes kommt der Space Star hinzu.
Kommen wir zum Thema Gebrauchtwagen. Sie haben ihr Programm „Diamant Gebrauchtwagen“ überarbeitet. Was ist neu dazugekommen?
Wir schneiden das Programm individuell auf den jeweiligen Händler zu. Viele Partner betreiben das Gebrauchtwagengeschäft sehr professionell, bei anderen spielt es überhaupt keine Rolle. Wir wollen alle Händler an dem Punkt abholen, an dem sie aktuell stehen. Der Profi soll noch profitabler werden, denjenigen, die den Bereich bislang vernachlässigen, wollen wir aufzeigen, dass der professionelle Handel mit Gebrauchtwagen für ihre Zukunft elementar sein könnte. Entscheidend ist, dass der Händler weiß, was es kostet, wenn er mit der Aufbereitung eines Autos zu lange wartet oder wenn er einen Gebrauchtwagen zu teuer einkauft und einpreist. Da steckt noch viel Potenzial in unserem Händlernetz.
Ein wichtiges Thema im GW-Geschäft ist der Zukauf. Wie kommen ihre Händler an attraktive Fahrzeuge?
Man muss verstehen, wie Zukauf heute funktioniert. Unsere Händler sollen erkennen, dass es auch jenseits der großen Plattformen Möglichkeiten gibt, lokal Autos zu- oder sogar aufzukaufen. Das ist ein ganz wichtiger Punkt, weil es praktisch keine attraktiven Gebrauchtwagen von Mitsubishi auf dem Markt gibt.
Warum sollten Mitsubishi-Händler an „Diamant Gebrauchtwagen“ teilnehmen?
Unser großes Ziel war von Anfang an, den Händlern die Möglichkeit zu geben, im Gebrauchtwagengeschäft mehr Geld zu verdienen. Das sollte Grund genug für einen Partner sein, es zumindest einmal auszuprobieren.
Neu ist auch der Betriebsvergleich. Was können Sie dazu sagen?
In der Vergangenheit war der Betriebsvergleich recht kompliziert. Die Händler mussten unglaublich viele Daten eingeben, wahrscheinlich haben deswegen die meisten nicht damit gearbeitet. Wir haben das nun radikal vereinfacht, die Partner müssen uns jetzt nur noch ihre Summen- und Saldenliste zusenden und bekommen den Report zurück. Darin können sie dann auch verschiedene Szenarien durchspielen, etwa wie es sich auf das Ergebnis auswirkt, wenn die Werkstatt eine Stunde am Tag länger geöffnet ist.
Stehen allgemein Änderungen in Ihrem Händlernetz an?
Wir haben in den letzten drei Jahren mehr als 80 neue Händler ans Netz genommen und viele Open Points geschlossen. Unser Hauptaugenmerkt liegt daher aktuell auf der weiteren Qualifikation des bestehenden Netzes.
Mitsubishis Händlernetz besteht traditionell vor allem aus Familienbetrieben. Seitdem Emil Frey bei der Marke eingestiegen ist, sind ein paar große Player dazugekommen. Wie hoch ist deren Anteil am Erfolg in Deutschland?
Wir haben abseits der Betriebe der Emil-Frey-Gruppe keine weitere große Gruppe in unser Netz aufgenommen. Mittlerweile sind zwölf Emil-Frey-Betriebe am Netz, die wir gezielt an Orten eingesetzt haben, an denen es keine bestehenden Händler gab. Daraus ergibt sich selbstredend eine gewisse Bedeutung, die aber nicht beherrschend ist. Der Fokus liegt auch in Zukunft auf den klassischen Familienbetrieben.
Zum Abschluss: In diesem Jahr steht ein großes Jubiläum an, Mitsubishi wird 100 Jahre alt. Wie feiert die Marke den runden Geburtstag in Deutschland?
Wir haben mit unserer Händlertagung im Januar bereits den Auftakt gemacht. Wichtigstes Thema wird unsere Frühjahrskampagne sein. Dabei werden den Kunden attraktive „100-Jahre-Sondermodelle“ anbieten. Die gesamte Kommunikation im ersten Halbjahr steht unter dem Motto „100 Jahre Mitsubishi Motors“.
(ID:44524471)