Fürs Grobe: Expeditionsfahrzeuge von Excap

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Zwar verlangt Excap für den bis zu 1.000 Stunden währenden Neuaufbau des Oldtimers zwischen 70.000 und 120.000 Euro. Doch ist das nur die halbe Miete. Denn bei Excap gibt es nur das nackte Fahrgestell, allerdings auf Wunsch sogar mit Doppelkabine und vier bequemen Einzelsitzen. Um Auf- und Ausbau müssen sich die Kunden selbst kümmern – und dafür bei weiteren Spezialfirmen noch einmal bis zu 250.000 Euro investieren.

So sehr Pfeifer auf den Steyr schwört, hat der Laster doch einen Haken – die Produktion wurde bereits vor 25 Jahren eingestellt und mehr als 2.500 Autos haben die Österreicher damals nicht gebaut. „Mein Geschäftsmodell ist endlich“, räumt der smarte Schrauber deshalb ein. Doch sorgen um die nächsten Jahre muss er sich noch nicht machen. Denn er kauft so ziemlich alles auf, was das Militär an ausrangierten 12M18 auf den Markt bringt. Und allein auf der Wiese hinter der Werkstatt warten zwei Dutzend olivgrüne Rentner auf ihren nächsten Einsatz am Ende der Welt. „So schnell geht uns der Nachschub nicht aus“, sagt Pfeifer.

Für den eigenen Excap hat es dem Firmenchef allerdings auch nach fünf Jahren noch nicht gereicht. Erstens, weil ihm die Zeit für den Urlaub fehlt, und zweitens, weil sie ihm jedes fertige Auto gleich wieder aus der Hand reißen. Nicht umsonst hat er bei einer Jahresproduktion von zehn Autos Lieferfristen von über einem Jahr und die Auftragsbücher voll bis weit über 2018 hinaus.

Deshalb hat der Odenwälder jetzt umgesattelt und sich einen Offroad-Buggy gekauft, wie ihn Profis zum Beispiel bei der Baja California einsetzen. Der ist im Gelände fast genauso gut wie der Excap. Nur dass er schneller fährt und noch ein bisschen mehr Spaß macht, schwärmt Pfeifer. Dass man damit jedoch keine großen Strecken zurücklegen will, ist für den Firmenchef eher Segen als Fluch. Dann ist die Gefahr relativ gering, dass ihm die Globetrotter auch dieses Spielzeug streitig machen.

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