Gefahren: Audi E-Tron

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Die vordere E-Maschine stellt bis zu 125 kW/175 PS Spitzenleistung und 247 Newtonmeter Drehmoment bereit, die hintere wirft 140 kW/190 PS und 314 Newtonmeter ins Rennen – macht zusammen also 265 kW/365 PS und 561 Newtonmeter. In den meisten Fällen sorgt der Heckmotor für den Vortrieb, der vordere tritt in Aktion, wenn Allradantrieb gefragt ist oder höhere Leistung abgerufen wird. Zum Beispiel beim Ampelstart: Im Normalbetrieb sprintet das E-SUV in 6,6 Sekunden auf Tempo 100. Und zwar ohne Verzögerung: Bei der kleinsten Bewegung des Fahrpedals setzt sich der E-Tron fast lautlos in Gang und nimmt zügig Fahrt auf.

Audi E-tron: Die Folie ist runter
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Muss es noch schneller gehen, stellt der Audi dank Boost-Funktion – beim Kickdown im Sportmodus – für acht Sekunden sogar 300 kW/409 PS und nochmal gut einhundert Newtonmeter mehr zur Verfügung. Der 0-100-Spurt verkürzt sich dadurch auf 5,7 Sekunden. In Anbetracht von 2.490 Kilogramm (!) Leergewicht sind das Sportwagen-gleiche Werte. Die Vmax dagegen ist eher Mittelklasse: 200 km/h schafft der Audi. Die elektronische Begrenzung ist nötig, um die Batterien nicht zu überfordern.

Hohe Batteriekapazität, hohes Gewicht

Der rund 700 Kilogramm schwere Lithium-Ionen-Stromspeicher sitzt im Unterboden zwischen den Achsen und hält 95 kWh Energie bereit, die im WLTP-Fahrzyklus für rund 400 Kilometer Reichweite gut sein sollen. Bei unserer ersten Testfahrt bescheinigte uns der Bordcomputer einen Verbrauch von rund 28 kWh pro 100 Kilometer; nach gut 300 Kilometern wäre der Strom also alle gewesen. Geladen werden kann – abgesehen von der starken Rekuperation, die hauptsächlich zum Bremsen genutzt wird – zu Hause an der 230-Volt-Steckdose mit 2,3 kW und an einer Starkstromdose mit 11 kW Leistung; letztere pumpt den Akku in gut achteinhalb Stunden voll. Schon bald will Audi mit einem zweiten Onboard-Lader auch eine 22-kW-Lademöglichkeit bieten.

Aber: Dank des sogenannten CCS-Anschlusses kann der E-Tron unterwegs auch an 150-kW-Gleichstrom-Ladesäulen tanken. Damit verkürzt sich die Wartezeit auf rund 30 Minuten. Das Problem: Aktuell gibt es nur wenige solcher Starkstrom-Ladepunkte, bis 2020 sollen es in Europa gut 400 werden. Ziel ist, auf Autobahnen alle 120 Kilometer eine Schnelltankstelle zu schaffen.

Dass der Akku allein schon fast so viel wiegt wie ein Smart, merkt man freilich beim Fahren. Der tiefe Schwerpunkt sorgt zwar für festen Stand und enorme Stabilität, gleichzeitig fühlt sich der E-Tron trotz der veritablen Beschleunigung massig an – und Kurven mag er nicht so sehr wie den geschmeidigen Geradeauslauf.

Bedingt geländegängig

Immerhin: Dank der beiden E-Motoren ist der Audi sogar bedingt geländegängig und mit seiner serienmäßigen Luftfederung bügelt er nicht nur Unebenheiten in der Straße gekonnt aus, sondern kann auch für Touren abseits des Asphalts etwas höher gelegt werden. Der spezielle Offroad-Modus sorgt dafür, dass permanent beide Achsen angetrieben werden. Dem Ausflug zur verschneiten Skihütte steht also nichts im Weg – außer vielleicht die fehlende Stromversorgung am Berg.

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