Gefahren: BMW 3er Hybrid – bayrisch sparen

Seite: 2/2

Auf dem Hauptmarkt USA wird das nicht weiter stören, sind dort die Wege zwischen Haus und Shopping-Center doch in der Regel länger. Der Hybrid-3er soll dort die Rolle des sparsamen Familien- und Geschäftswagens spielen und gegen längst doppelt motorisierte Konkurrenten wie Buick La Crosse, Lincoln MKZ und Lexus HS antreten.

In Deutschland hingegen kann Sparsamkeit kein Kaufargument für den Hybriden sein. Das können die Diesel besser. Selbst die aktuelle Top-Version 330d mit 190 kW/258 PS kommt mit nur 4,9 Litern Kraftstoff aus. Zielkunden sind daher eher Benziner-Fans, die eine sparsame Alternative zum 335i mit 225 kW/306 PS suchen, der sich bei einem Mindergewicht von rund 65 Kilogramm immerhin 7,2 Norm-Liter auf 100 Kilometern genehmigt.

Bildergalerie

Dass man nicht einfach einen weniger starken oder einen kleineren Benziner auf den Verbrennerposten im Hybridantrieb setzt, hat laut Entwicklungsleiter Herbert Negele vor allem zwei Gründe. Zwar würde die Doppelmotortechnik theoretisch passen und auch den Verbrauch reduzieren, allerdings lohne das bei einem bereits sparsamen Motor den technischen Aufwand nicht. Im Gegenzug würde zudem der Aufpreis für Akku, E-Motor und Steuerungselektronik prozentual höher liegen und mehr ins Gewicht fallen.

4.000 Euro Differenz

Beim Sechszylinder-Hybrid liegt die Differenz gegenüber dem 335i bei knapp 9.000 Euro. Ausstattungsbereinigt bleiben laut BMW knapp 4.000 Euro übrig, denn Automatik, Zweizonen-Klimaautomatik und der Zentralbildschirm auf dem Armaturenbrett sind bereits an Bord.

(ID:34499980)