Gefahren: Cadillac Escalade – neuer König, neue Gesetze

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Während sich Tahoe und Suburban mit einem 360 PS starken 5,3-Liter-V8 begnügen müssen, legt der Escalade noch einmal richtig nach: Unter der gewaltigen Haube arbeitet ein 6,2-Liter-V8 mit einer Spitzenleistung von 426 PS. Das maximale Drehmoment von 624 Newtonmetern wird bei 4100 U/min erreicht. Für die Kraftübertragung auf die Hinterräder oder alle vier Räder sorgt eine Sechsgang-Hydramatic.

Trotz seines Leergewichts von über 2,6 Tonnen setzt sich der Escalade mit großer Vehemenz in Bewegung: Von 0 auf 100 km/h haben wir glatte 6 Sekunden gemessen, und 160 km/h werden in knapp 15 Sekunden erreicht – 5 Sekunden eher als der Tahoe. Leider ist bei 180 km/h – genau wie bei den schwächer motorisierten Schwestermodellen – Schluss mit dem Vorwärtsdrang. Theoretisch wären gut 230 km/h möglich.

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Der Verbrauch klettert bei forscher Gangart auf über 20 Liter pro 100 Kilometer. Wer sich an die Tempolimits hält, kommt aber auch mit knapp über der Hälfte aus. Ein erstaunlich guter Wert, der nicht zuletzt der Zylinderabschaltung zu verdanken ist. Leider ist vom grollenden Bass des Vorgängermodells kaum etwas übriggeblieben: Der neue Escalade ist flüsterleise. Ein sportliches Derivat könnte nachgelegt werden, und Cadillac denkt auch über einen V6-Turbodiesel nach. Die Hybridvariante bleibt hingegen wegen des geringen Erfolges ohne Nachfolger.

Trotz seiner ausladenden Dimensionen und dem hohen Schwerpunkt liegt der Escalade satt auf der Straße. Die Seitenneigung hält sich in kontrollierten Grenzen – insbesondere dann, wenn die Dämpfer im "Sport"-Modus agieren. Die Bremsanlage profiliert sich mit einem klar definierten Druckpunkt und hoher Leistung, und auch die elektrische Servolenkung agiert unerwartet präzise. Die Kehrseite der guten Fahreigenschaften ist das eher unkomfortable Abrollverhalten. Insbesondere dann, wenn (wie bei unserem Testwagen) die großen 22-Zoll-Felgen montiert sind, setzt der Escalade die Insassen über den Fahrbahnzustand stets präzise ins Bild.

Für Europa gibt es noch keine Preise; vermutlich wird Cadillac für seinen Oberklasse-Geländewagen deutlich über 70.000 Euro verlangen. Damit liegt der Escalade oberhalb des Chevrolet Tahoe, der bei freien Importeuren für rund 60.000 Euro angeboten wird. Doch die Differenz ist gut investiert: Wer einmal Escalade gefahren ist, möchte nicht mehr zum Tahoe absteigen.

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