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Beim Platznehmen fällt der etwas altbacken wirkende Fußraster auf, mit dem man vor der Fahrt die Feststellbremse löst. Geräuschlos fährt der Ioniq Hybrid an, schnell schaltet sich jedoch der ziemlich knurrige Verbrenner hinzu, der vor allem bei flotter Fahrt recht laut wird. Eine Taste für rein elektrisches Fahren gibt es nicht.
Der Fahrer hat die Wahl zwischen verschiedenen Fahrmodi. Die Sport-Funktion hält die unteren Gänge länger und schaltet die Leistung von Benzin- und Elektromotor zusammen, um den Fahrer mit maximaler Leistung zu versorgen. Im Eco-Modus optimiert das Getriebe die Gangauswahl auf Kraftstoffersparnis, schaltet früher hoch und wählt den in der jeweiligen Fahrsituation effektivsten Antrieb. Letzterer ist vor allem in der Stadt sinnvoll, wo der Ioniq Hybrid seine Vorteile am besten ausspielen kann. Dort kommt man dem im Datenblatt angegebenen Verbrauch von 3,9 Litern auf 100 Kilometern – mit 17-Zoll-Rädern – recht nahe. Mit 15-Zoll-Bereifung genehmigt sich der Ioniq Hybrid kombiniert nur 3,4 Liter.
Anstelle des Wählhebels gibt es im Ioniq Elektro Knöpfe zur Auswahl von Vor- oder Rückwärtsgang. Auch der Fußraster für die Parkbremse ist verschwunden. Stattdessen kommt eine elektronische Parkbremse zum Einsatz, die deutlich besser zum Charakter des Fahrzeugs passt.
Elektrovariante: 280 Kilometer Reichweite
Im Antritt ist der Ioniq Elektro flott, wie man es von E-Autos gewohnt ist. Das 88 kW/120 PS starke Aggregat beschleunigt den Stromer auf maximal 165 km/h – 20 km/h weniger als die Hybridvariante. Die Reichweite des Elektromodells beziffert Hyundai mit 280 Kilometern.
Standardmäßig wird der Ioniq Elektro mit einem ICCB-Ladekabel zum Anschluss an haushaltsübliche 230-Volt-Steckdosen ausgeliefert. Damit dauert es zirka zwölf Stunden, bis das Auto wieder voll geladen ist. Optional ist ein Ladekabel für Wandladestationen im Angebot. An der Wallbox kann man den Ioniq innerhalb von 4,5 Stunden komplett laden. An einer 100 kW-Ladestation schafft man die Schnellladung auf 80 Prozent innerhalb von 23 Minuten.
Der Ioniq Elektro kostet in der Grundausstattung 33.300 Euro. Dafür fährt der Käufer nicht nur lokal emissionsfrei, sondern bekommt auch das eine oder andere Ausstattungsfeature mit, das es in der Hybrid-Version nicht oder nur gegen Aufpreis gibt. Dazu gehören beispielsweise das Radio-Navigationssystem mit acht Zoll großem Touchscreen, der erweiterte Abstandstempomat mit Stauassistent oder die LED-Rückleuchten.
Für den im kommenden Jahr startenden Plug-in-Hybrid sind noch keine Preise bekannt. Es ist jedoch zu erwarten, dass sich das Modell in der Preisliste unterhalb der Elektrovariante einordnen wird.
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