Gefahren: Kia Optima – Marke statt Masse

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Die Front ist geprägt vom charakteristischen Kühlergrill, den Kia selbst als „Tigernase“ bezeichnet. Ins Auge fallen zudem die seitlichen Lufteinlässe im Stoßfänger. Der gewachsene Radstand lässt den Optima etwas dynamischer wirken als bislang. Hinter den Fondtüren haben die Entwickler zudem ein drittes Fenster verbaut, das für mehr Licht im Innenraum sorgen soll. Das Heck dominieren die bis in die Seite durchgezogenen LED-Rückleuchten. Der ansteigende Kofferraumdeckel soll einen Spoiler andeuten, im Heckstoßfänger ist nun ein Diffusor integriert. Der Kofferraum fasst mit 510 Litern 5 mehr als der Vorgänger. Zudem konnte Kia den cw-Wert durch die neuen Elemente von 0,30 auf 0,29 verbessern.

Im Innenraum gibt es keinen Grund zur Klage. Das Cockpit besteht zwar wie gehabt größtenteils aus geschäumten Plastik, die feine Verarbeitung sorgt aber für eine angenehme Optik und Haptik. Positiv fällt zudem die verminderte Geräuschkulisse auf. Abgesehen von starker Beschleunigung arbeitet der Motor während der Fahrt äußerst ruhig. Laut Kia ist es im neuen Optima im Innenraum um vier Prozent leiser als im Vorgängermodell. Auch die Bedienung gestaltet sich problemlos, Instrumente und Schalter sind klar strukturiert. Für Mitfahrer zahlen sich zudem die gewachsenen Proportionen aus, besonders der längere Radstand garantiert auch auf Rückbank ausreichend Beinfreiheit.

Die Preise für den Optima sind identisch mit denen des Vorgängers, der Benziner startet bei 24.990 Euro, den Diesel bekommt der Kunde ab 29.990 Euro. Kia hat drei Ausstattungsvarianten im Angebot, von „Edition 7“ kann man sich über „Vision“ bis hin zu „Spirit“ steigern. Die Einstiegsvariante bieten die Koreaner allerdings nur als Benziner an, wer den Optima als Diesel fahren will, muss mindestens „Vision“ ordern und dementsprechend tiefer in die Tasche greifen. Dafür hat der Kunde dann aber auch Klimaautomatik, Verkehrszeichenerkennung und Spurhalteassistent mit an Bord.

Wer die Aufpreisliste nicht als rotes Tuch betrachtet, findet in der „Spirit“-Ausstattung so ziemlich alles an Assistenzsystemen, was der aktuelle Stand der Technik hergibt: Beispielsweise liefert Kia den Optima dann mit Spurwechselassistent und autonomer Notbremsfunktion aus. Für Gewerbekunden bieten die Koreaner zwei zusätzliche Varianten an, die Linie „Business“ bewegt sich dabei etwa auf dem Niveau von „Vision“, „Business Supreme“ orientiert sich näher an „Spirit“. Dabei geht der Hersteller preislich auf seine Geschäftskunden zu. Die beiden Business-Varianten sind jeweils 2.400 Euro billiger als die Modelle mit den Ausstattungslinien für Privatkunden. Kia gibt seinen Kunden auf den neuen Optima sieben Jahre Garantie, das Großgewerbe ist davon allerdings ausgenommen.

Spannend wird es rund um den neuen Optima in der zweiten Jahreshälfte 2016. Dann bringt Kia die Kombivariante auf den Markt, außerdem sollen auch eine GT-Version mit 250 PS und ein Plug-in-Hybrid kommen. Vor allem der Kombi soll dem Optima hierzulande zu mehr Schwung verhelfen. Der Limousine mag das trotz beachtlicher Qualität niemand mehr so recht zutrauen.

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