Gefahren: Kia Stonic – bunte Mischung

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Motorseitig bietet der Stonic wie sein Plattformbruder Rio zwei Saugbenziner mit 1,2 und 1,4 Litern Hubraum und 62 KW/84 PS beziehungsweise 73 kW/99 PS sowie einen Dreizylinder-Turbobenziner, der es mit einem Liter Hubraum auf 88 kW/120 PS bringt.

Dieses Triebwerk war im Testfahrzeug verbaut und macht seine Sache ausgesprochen gut. Beim Tritt aufs Gaspedal reagiert er schnell und schiebt den Stonic durchaus flott voran, wenn auch der Sound dreizylindertypisch kernig ist und den einen oder anderen vielleicht nerven mag. Das Fahrwerk erlaubt es, eine Kurve auch mal etwas schneller zu nehmen. Gleichzeitig gibt es am Komfort nichts zu mäkeln: Auch auf Kopfsteinpflaster wird man nicht über alle Maßen durchgeschüttelt.

Kia Stonic: Bunte Mischung
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Eine schwächere Version des Turbobenziners mit 74 kW/100 PS hat Kia für das kommende Jahr angekündigt. Dann soll es auch ein siebenstufiges Doppelkupplungsgetriebe geben. Aktuell ist der Stonic nur als Schalter erhältlich.

Einen Diesel gibt es übrigens auch. Anders als beim Rio haben sich die Entwickler jedoch beim Stonic für den 1,6 Liter großen Selbstzünder entschieden, der bislang in den größeren Modellen zum Einsatz kommt. Er leistet 81 kW/110 PS. Mit einer Prognose des Dieselanteils tun sich die Verantwortlichen angesichts der aktuellen Mediendiskussion allerdings schwer. Artur Martins, Marketingchef und oberster Produktplaner bei Kia Motors Europe, rechnet mit ungefähr 30 Prozent. Weitere Motorisierungen sind beim Stonic nicht geplant. Wer also ein Hybrid- oder Elektroauto haben möchte, muss auf den Soul oder den Niro zurückgreifen.

Der Erste seiner Art

Der Stonic ist der erste Kia, bei dem Android Auto und Apple Carplay serienmäßig verfügbar sind. Bei anderen Modellen der Koreaner gibt es die Smartphone-Integration bislang nur zusammen mit dem nicht gerade günstigen Navigationssystem. Damit das ordentlich funktioniert, gibt es im Stonic standardmäßig ein sieben Zoll großes Display. Ebenfalls in der Grundausstattung vorhanden: 15-Zoll-Leichtmetallfelgen, Klima, Multifunktionslenkrad, Dämmerungssensor sowie elektrisch verstellbare und beheizbare Außenspiegel.

Mit 15.790 Euro für die Einstiegsversion „Edition 7“ bewegt sich der Stonic im unteren Drittel der Preisrange bei den B-SUVs. Konkurrenten wie der Nissan Juke, der Peugeot 2008 oder der Opel Crossland X kosten in der Basis zwischen 15.500 und 17.000 Euro.

Wer etwas mehr Komfort haben möchte, bekommt beim Stonic für 2.000 Euro Aufpreis in der „Vision“-Ausstattung unter anderem 17-Zoll-Räder, eine Klimaautomatik, beheizbare Sitze und ein beheizbares Lenkrad, einen Regensensor, Parksensoren hinten und eine USB-Buchse in der zweiten Sitzreihe.

Weitere 1.500 Euro mehr müssen Stonic-Käufer für die Variante „Spirit“ beim Händler lassen. Dafür gibt es zusätzlich beispielsweise ein Sportlenkrad, eine Rückfahrkamera, einen Fernlichtassistenten und einen Tempomaten. Zudem ist der individualisierbare Innenraum ab dieser Ausstattungsstufe erhältlich.

Die „Platinum Edition“ bietet schließlich ab 23.890 Euro praktisch alles, was die Ausstattungsliste hergibt. Dazu gehört das Navigationssystem, Digitalradio, Smart Key und Startknopf, Sitze in Ledernachbildung, ein elektrisches Glasschiebedach sowie Alu-Pedalerie und LED-Rückleuchten. Lediglich die induktive Smartphone Ladestation muss extra bezahlt werden. Sie wird für 120 Euro beim Importeur eingebaut.

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