Schon beim Einsteigen in den aufgefrischten Mitsubishi mit jetzt größeren Ambitionen gibt es positive Überraschungen: Alle Sitzstoffe sind fühlbar hochwertiger ausgeführt und das neue, griffigere Lenkrad sieht nicht mehr ganz so billig aus dank silberner Ornamente und Klavierlackeinlagen. Statt nackter Blechflächen wie bei anderen Preisbrechern bietet dieser Asiate wenigstens Plastikverkleidungen.
Wichtiger sind natürlich zusätzliche nützliche Features wie das Unterflurfach im Gepäckraum, zeitgemäßes Digitalradio und ein Infotainmentsystem, das sich mit Smartphones verbindet. So lassen sich Apps über den Touchscreen oder die Sprachsteuerung des Mitsubishi bedienen und mit Tom-Tom-Navigation ist der mobile Einkaufskorb gerüstet für Shoppingtouren im Großstadtgewirr.
Überzeugende Wendigkeit
Dort bleibt der Mitsubishi weiterhin am liebsten, denn hier kann er trotz eines Längenzuwachses um neun Zentimeter seine Wendigkeit (nur 9,2 Meter Wendekreis) und die gute Übersichtlichkeit der Karosserie am besten ausspielen. Das zum Facelift feingetunte Fahrwerk bügelt Schlaglöcher und Schwellen ordentlich weg und hat sogar bei voller Beladung noch Federungsreserven. Auch mit forsch gefahrenen Kurven hat der agile Kleine kein Problem, erst bei Autobahnfahrten zeigt der Mitsubishi durch vorlaute Fahrgeräusche und geringen Abrollkomfort, dass Knauserknirpse andere Kernkompetenzen haben.
Immerhin macht der Space Star seinem Namen insofern Ehre, als er beim Raumangebot tatsächlich wie ein Leitstern strahlt. Um zu den größten City-Cars zu zählen, genügen ihm vier extra weit öffnende Türen, fünf Sitzplätze (wobei der mittlere Fondplatz nur ein Notsitz ist) und 235 bis 912 Liter Gepäckraum für den Großeinkauf bei einer nutzbaren Gesamt-Innenraumlänge von 2,40 Metern. Da passen Regalbretter ebenso wie zerlegte Kleiderschränke aus dem Möbelhaus.
Überraschendes gibt es von der Motorenfront zu vermelden: Mitsubishi verzichtet auf die sonst üblichen Verbesserungen der Verbrauchswerte. Die 1,0- und 1,2-Liter-Dreizylinder zählten allerdings mit Normwerten von 4,0 bis 4,3 Liter Benzin pro 100 Kilometer schon bisher zu den Knauserkönigen. Erwähnenswert ist, dass wir trotz betont flotter Testfahrten nicht mehr als 4,9 Liter benötigten. Der Space Star verteidigt also überzeugend eine Spitzenposition unter den kleinen Kostenkillern.
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