Für etwas mehr Geld gibt es jedoch fast alles, was das Autofahrerherz erfreut, vor allem jede Menge Individualisierungsmöglichkeiten, die die Zusammenstellung des persönlichen Beetle beinahe schon zu einer von jeglichem Plagiatsverdacht freizusprechenden Doktorarbeit werden lässt.
Die preiswerteste Möglichkeit, einen offenen VW zu fahren, bietet im Innenraum reichlich Platz für vier, auf den hinteren Plätzen gar 1,2 Zentimeter mehr Kopffreiheit als der Vorgänger. Das gut gedämmte Stoffdach lässt sich auf Knopfdruck in 9,5 Sekunden öffnen, das Schließen dauert 1,5 Sekunden länger, fordert hier doch die Verankerung im Windschutzrahmen ihren zeitlichen Tribut.
Dass beide Vorgänge auch während der Fahrt und dort bis Tempo 50 vonstatten gehen können, gehört zu den praktischen Seiten des offenen Käfers. Die Rücksitzlehnen lassen sich jetzt, anders als beim „New Beetle“, umlegen, was das Einladen auch längerer Gegenstände (im Werbefilm ist es gar ein Surfbrett) ermöglicht, das Kofferraumvolumen stieg um 24 auf 225 Liter. Egal, ob das Dach geschlossen oder geöffnet ist. Das Windschott ist empfehlenswert, erhöht die Rechnung aber um 325 Euro und findet bei Nichtgebrauch ein schönes, weil nicht störendes und zudem geschütztes Plätzchen im Kofferraum.
Handschuhfach öffnet wie beim Käfer nach oben
Fahrer und Beifahrer sind bei offener Fahrt mit der recht steil stehenden Frontscheibe vor und dem Windschott hinter sich bestens, weil relativ zugfrei untergebracht. Sie blicken auf ein je nach Ausstattung in Carbonoptik gehaltenes oder aber in Wagenfarbe lackiertes Armaturenbrett. Dieses hält noch ein besonderes Schmankerl bereit, ein kleines, nach oben öffnendes Handschuhfach wie einst beim Käfer.
Gefallen konnten im Testwagen auch Anordnung und Optik der drei aufpreispflichtigen Rundinstrumente (Öltemperatur, Stoppuhr und Ladedruckanzeige) auf der Armaturentafel und die Ambientebeleuchtung. Außer bei den Ausstattungslinien Sport und Sport Exclusive (dort leuchtet es nur in Weiß) lässt sich auf Knopfdruck und je nach Stimmungslage die Beleuchtung im Fahrzeug neben weiß auch in rot und blau vorwählen.
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